Themenabend zur NS-Besatzungspolitik in Jugoslawien

Themenabend zur NS-Besatzungspolitik in Jugoslawien

Am Mittwoch, den 14. Oktober findet ein Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema “Zwischen Bündnispflege und Massenvernichtung. Deutsche Besatzungspolitik in Jugoslawien” statt.  Dazu laden der Lehrstuhl für Südosteuropäische Geschichte der Humboldt-Universität zu Berlin, das Centre Marc Bloch sowie die Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-Lebensraumpolitik herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Termin: Mittwoch, 14. Oktober, 18.30 Uhr
Veranstaltungsort: Georg Simmel Saal des Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191-193

Der Vortrag bildet den letzten Abend der vierteiligen Veranstaltungsreihe “Opfer der deutschen ‘Lebensraum’-Politik in Osteuropa. Eine vergleichende Sicht”. Den einführenden Vortrag hält Milan Ristović,  Professor am Seminar für Neuere Geschichte der Universität Belgrad. Danach wird ein international besetztes Podium mit Dr. Xavier Bougarel,  Dr. Sabine Rutar und Dr. Marija Vulesica unter der Moderation von Prof. Dr. Hannes Grandits diskutieren. Die Veranstaltung findet in Erinnerung an den im Februar 2015 verstorbenen Südosteuropa-Historikers Holm Sundhaussen statt.

Zum Thema:
Nach dem Balkanfeldzug im Frühjahr 1941 errichtete die deutsche Wehrmacht in Serbien ein von exzessivem Terror geprägtes Besatzungsregime, während sie in Kroatien und Bosnien einen von der faschistischen Ustascha geführten Staat unterstützte. Wie war diese Politik mit der generellen rassistischen Stigmatisierung von „Slawen“ zu vereinbaren, in welchem Spannungsfeld standen rassistische Ideologie und Machtkalkül?
Neben diesen Fragen erörtert Milan Ristović, ob das nationalsozialistische Deutschland langfristige Pläne für eine Neuordnung Südosteuropas verfolgte und wie sich der Rassismus auf das Verhalten gegenüber der serbischen Bevölkerung auswirkte.

Die Veranstaltungsreihe wird ermöglicht durch die finanzielle Förderung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ).

Einladung zur Veranstaltung als PDF.