Einladung zur Veranstaltung "Krieg ist Krieg?" am 17. September

Einladung zur Veranstaltung “Krieg ist Krieg?” am 17. September

Am Donnerstag, den 17. September um 19 Uhr lädt Sie das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin sowie die Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-Lebensraumpolitik zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein.

Der Münchner Historiker Prof. Dr. Johannes Hürter vergleicht unter dem Titel “Krieg ist Krieg?” die deutsche Besatzungsherrschaft in Frankreich mit derjenigen in der Sowjetunion der Jahre 1940-1944.
Johannes Hürter ist Leiter der Abteilung „Zeitgeschichte bis 1945“ des Instituts für Zeitgeschichte sowie apl. Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Veranstaltung findet am Ort der Information des Denkmals für die ermordeten Juden Europas (Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin) statt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Zum Thema:
Die vierjährige deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg war von umfassender Ausplünderung der Ressourcen und von brutalem Terror gegen die Bevölkerung geprägt. Terror und Ausplünderung kennzeichnen auch die deutsche Herrschaft in der Sowjetunion. Worin ist also der grundsätzliche Unterschied in Planung und Praxis des deutschen Vorgehens in beiden Regionen zu finden? Welches Gewicht kommen Rassismus und Lebensraumideologie in der deutschen Herrschaftspraxis zu?

Der Vortrag skizziert Gemeinsamkeiten und fundamentale Unterschiede der deutschen Kriegführung und Besatzungsherrschaft in beiden Staaten. Er geht auf die besondere Dynamik der Verbrechen gegenüber der Zivilbevölkerung und den Kriegsgefangenen in Osteuropa ein und fragt nach dem Stellenwert der Ideologie in diesem Vorgehen.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe Opfer der deutschen „Lebensraum“-Politik in Osteuropa. Eine vergleichende Sicht seit Mai 2015. Als abschließende vierte Veranstaltung der Reihe wird am 14. Oktober der Belgrader Historiker Milan Ristović im Centre Marc Bloch der HU Berlin zum Thema “Zwischen Bündnispflege und  Massenvernichtung. Deutsche Besatzungspolitik  in Jugoslawien” sprechen.
Diese Reihe wird ermöglicht durch die finanzielle Förderung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ).

Einladung zur Veranstaltung als PDF.