Presseberichte

Logo der Süddeutschen ZeitungTill Kronsfoth, 25.09.2017
Auf den Spuren verlorener Identitäten – Mehr als eine bloße Nummer
Eine Ausstellung des Vereins „Stalag Moosburg“ will Kriegsgefangenen ein Gesicht geben und zeigt Einzelschicksale wie das eines jungen Russen auf, der im Lager mit nur 16 Jahren an Fleckfieber starb. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungJoachim Käppner, 22.09.2017
Die Seele schmerzt – Von der Wehrmacht ermordet, von Stalin verfolgt, von der Bundesrepublik ignoriert: Das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues DeutschlandErnst Reuß, 18.09.2017
Skrupellose Mörder – Gaulands Soldaten
Die 2013 gegründete Initiative «Gedenkort für die Opfer der NS-›Lebensraum‹-Politik will »den vergessenen Opfern des deutschen Vernichtungskrieges im Osten eine Stimme und ein Gesicht« geben. Sie organisierte eine Vortragsreihe mit renommierten Historikern, deren Beiträge jetzt in einem Sammelband nachzulesen sind. Zum Artikel

Logo der Zeitung "Der Tagesspiegel"Wolfgang Wippermann, 01.09.2017
„Ostforschung“ – Wegbereiter des Vernichtungskrieges
„Gesunde Volksordnung“: Wie Historiker und Geografen im Nationalsozialismus den „Generalplan Ost“ entwickelten. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues DeutschlandWolfgang Hübner, 19.08.2017
Eberhard Radczuweit 8. 11. 1941 – 8. 8. 2017 Zum Artikel

Logo Frankfurter RundschauMathias Arning, 15.08.2017
Willige Vollstrecker in Europa
Christian Gerlachs Geschichte der Vernichtung der europäischen Juden weist der zeitgeschichtlichen Forschung neue Perspektiven. Zum Artikel

Logo-DLFOtto Langels, 17.07.2017
Holocaust – Die europäische Dimension des Massenmordes
Der Berner Historiker Christian Gerlach stellt den Holocaust in einen größeren zeitlichen und geographischen Kontext als andere Werke. Zum Artikel

Logo-ZEITOliver Fritsch, 02.07.2017
Fußball am Ort des Grauens
In St. Petersburg findet das Confed-Cup-Finale statt. Wo Deutschland am Abend auf Chile trifft, wurde auch schon vor 75 Jahren gespielt. Unter schrecklichen Bedingungen. Zum Artikel

Logo der Berliner ZeitungNancy Waldmann, 29.06.2017
NS-Arbeitslager Auf Spurensuche entlang der polnischen „Autobahn der Freiheit“
Zum Artikel

Logo_FAZKlaus Dietmar-Henke, 22.05.2017
In der Exekutionsgemeinschaft
In Christian Gerlachs außerordentlicher Studie ist keineswegs allein von der Ermordung der Juden Europas, sondern in umfassender Weise von dem entfesselten deutschen Vernichtungswillen in allen seinen Ausformungen die Rede, der den alten Kontinent vor bald acht Jahrzehnten heimsuchte. Zum Artikel

Jan Dräger, 14.05.2017
Das Attentat im Lustgarten
Junge Leute legten 1942 Feuer in einer NS-Ausstellung, unter ihnen waren auch Berliner Juden. Der Tag jährt sich zum 75. Mal. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues DeutschlandStefan Amzoll, 13.05.2017
Die Schmerzen des Hungers
»Horchposten 1941« – ein Hörspiel über die Blockade Leningrads. Zum Artikel

IG, 07.0Luxemburger Wort (logo).svg5.2017
Sowjetische Kriegsgefangene in Luxemburg: „Lachen hat ja keinen Akzent“
Von 1942 bis 1944 lebten hierzulande Tausende von sowjetischen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen.
Zum Artikel

ehu, 05.05.2017
NS-Dokumentationszentrum Köln zeigt „Russenlager und Zwangsarbeit“
Köln | 3,3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene sind zwischen 1941 und 1945 in deutschen Lagern umgekommen. Doch in der öffentlichen Erinnerungskultur spielten sie kaum eine Rolle – weder in ihrer Heimat noch in Deutschland. Das soll die Ausstellung „Russenlager und Zwangsarbeit“ im NS-Dokumentationszentrum ändern. Zum Artikel

Jüdische AllgemeineMaria Ugoljew, 04.05.2017
Die Erinnerung wachhalten. Jüdische Überlebende aus Leningrad treffen sich regelmäßig im Russischen Haus. Zum Artikel

Logo-ZEITMarkus Flohr; Frank Werner, 02.05.2017
„Niemand sollte Überleben“
Warum so viele Männer zu Massenmördern wurden, Holocaust-Vergleiche kaum etwas erklären – und deutsche Studenten einen Bogen um das Thema machen. Ein Gespräch mit dem Historiker Ulrich Herbert. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues Deutschland

René Heilig, 29.03.2017
Blockade von Leningrad? Kein Thema!
Bundesregierung denkt nicht mal an Opfer der Nazis. Zum Artikel

Logo der Zeitung "Der Tagesspiegel"Amory Burchard, 15.03.2017
Initiative will an Vernichtungsfeldzug in der Sowjetunion erinnern
Bislang gibt es kein Mahnmal für die Millionen Opfer von Hitlers Feldzug im Osten. Eine Initiative will das ändern – und schlägt eine Übergangslösung vor. Zum Aritkel

Logo-DLFThomas Zenke, 05.03.2017
75 Jahre Schostakowitschs „Leningrader Symphonie“:
Melancholie in C-Dur
Inmitten des von den Deutschen belagerten Leningrads schrieb der führende Sowjetkomponist Dimitrij Schostakowitsch ein patriotisches Meisterwerk gegen Krieg, Terror und Gewalt: die „Leningrader Symphonie“. Zum Artikel

Neue Westfälische

Karin Prignitz, 22.02.2017
Bachelorarbeiten zum Thema Stalag 326
Zwei Mitarbeiter der Dokumentationsstätte haben ihre Bachelorarbeiten dem Thema der Arbeitseinsätze sowjetischer Kriegsgefangener gewidmet. Zum Artikel

Logo-DLFVolker Ullrich, 20.02.2017
Sowjetische Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter
Mit dem Scheitern des Blitzkriegs gegen die Sowjetunion und der Kriegswende 1941/42 stieg der Arbeitskräftebedarf in der deutschen Rüstungsindustrie dramatisch. Sowjetische Kriegsgefangene wurden zur Zwangsarbeit herangezogen und dabei brutal und menschenverachtend behandelt. Zum Artikel

Logo-DR-Kultur Tobias Krone, 17.02.2017
Kunstaktion verboten: Gericht schützt Ehrenmal für NS-Verbrecher
Zum Artikel

http://www.westfalen-blatt.de/var/storage/images/wb/startseite/seitenkopf-westfalen-blatt/45564444-5-ger-DE/Seitenkopf-Westfalen-Blatt.png Matthias Kleemann, 17.02.2017
Spannendes aus den Archiven
Laura Niewöhner und Jan Tiemann: »Sehr gut « für die Bachelor-Arbeit Zum Artikel

Klaus HuLogo der Zeitung Junge Welthn, 25.01.2017
Die Faschisten geschlagen
Vor 75 Jahren besiegten ukrainische Fußballer eine Mannschaft der Wehrmacht. Zum Artikel

Susanne SStuttgarter_Zeitung_Logotefan 20.01.2017
Juri Feldman, Überlebender der Leningrad-Blockade:
Der Junge aus St. Petersburg
Im September 1941 riegeln die deutschen Truppen das damalige Leningrad ab. Während der Blockade verhungern Hunderttausende. Der vierjährige Juri Feldman und seine Mutter werden gerettet. Zum Artikel

Logo der Zeitung Junge WeltFrank Brendle, 18.01.2017
Für viele zu spät
Entschädigungszahlungen für Rotarmisten: Linke fordert Fristverlängerung
Im Mai 2015 hatte der Bundestag die sogenannte Anerkennungsleistung beschlossen. 912 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene haben sie bislang erhalten. Zum Artikel

Wolfram Wette im Gespräch mit Benedikt Schulz, 15.01.2017Logo-DLF
Schlacht um Moskau vor 75 Jahren:
„Aus dem Blitzkrieg wurde nichts“

Heute jährt sich der Beginn des Rückzugs der deutschen Wehrmacht bei der Schlacht um Moskau zum 75. Mal. Der Russland-Feldzug sei von Anfang an eine „riesige Illusion“ gewesen, sagte der Militärhistoriker Wolfram Wette im DLF. Zum Artikel

Logo-DR-KulturJens Rosbach, 21.11.2016
Juden aus der Ex-Sowjetunion in Sozialnot
:
                                                      Erst Arzt, dann Almosenempfänger
Die deutsche Bürokratie ist vor allem für die Älteren der jüdischen Kontingentflüchtlinge aus Russland ein Problem. Viele leben in Armut oder am Existenzminimum. Sie kämpfen gegen Ungleichbehandlung und die Anerkennung ihrer Notlage. Zum Artikel

KolumnLogo der Berliner Zeitunge Götz Aly, 13.09.2016
1941: „Leningrad muss verhungern!“
In diesen Tagen vor 75 Jahren schlossen deutsche Soldaten der Heeresgruppe Nord den Blockadering um Leningrad. Das Ziel lautete: die etwa fünf Millionen Einwohner des heutigen St. Petersburg sollten verhungern. Dieser in Berlin erdachte Massenmord scheiterte zum Teil am Widerstandswillen der Eingeschlossenen, aber mehr als eine Million Menschen, insbesondere Kinder, verhungerten und erfroren während der 900 Tage andauernden Blockade. Zum Artikel

Logo_SPON Marc von Lüpke, 08.09.2016
„Wir werden alle wie die Fliegen verrecken“
Zerschossen und ausgehungert werden müsse Leningrad, befahl Hitler. Vor 75 Jahren begann die Wehrmacht mit der Blockade. In der Stadt führte Schülerin Lena Muchina, 16, ein Tagebuch des Schreckens. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues Deutschland Karlen Vesper, 08.09.2016
Helden in Russland, in Deutschland nicht anerkannt
Die Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft gedachte der Opfer der Leningrader Blockade vor 75 Jahren
Andreas Eberhardt, Vorstandsvorsitzer der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft (EVZ), sprach zum Auftakt einer Veranstaltung im Domizil seiner Institution in Berlin von einer nach langen Jahren endlich fest in der deutschen Zivilgesellschaft verankerten Erinnerungskultur. Der im westfälischen Münster promovierte Politikwissenschaftler konzedierte indes auch: »Der Blick nach Osten fällt uns aber bis heute noch sehr schwer.« Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Kolumne Götz Aly,05.09.2016
1941: Deutsche von Polen beobachtet
Zwischen September 1941 und Januar 1942 verhungerten und erfroren monatlich etwa 400.000 sowjetische Gefangene. Man schweigt darüber. Warum nur? Die Lebensmittel, die mit den von Klukowski geschilderten mörderischen Methoden eingespart wurden, kamen deutschen Soldaten, Müttern und deren arischen Wonneproppen zugute. Im Sinne transparenter Politik verkündete Hermann Göring im Radio: „Wenn in diesem Krieg gehungert wird, dann hungern andere!“  Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Kolumne Götz Aly, 30.08.2016
1941 begann der Massenmord im KZ Sachsenhausen
In diesen Tagen vor 75 Jahren begann vor den Toren Berlins, im KZ Oranienburg-Sachsenhausen, ein Großverbrechen, von dem nur wenige wissen. Mit ihrem „Genickschusssystem en gros“ ermordeten sie in den folgenden fünf Monaten 13.000 sowjetische Kriegsgefangene, 5000 weitere Rotarmisten wurden in dieser Zeit auf andere Arten in Sachsenhausen getötet. Zum Artikel

Logo der tazTobias Schulze, 14.07.2016
Geld für 537 ehemalige Rotarmisten
Deutschland zahlt je 2.500 Euro an ehemalige Gefangene der Wehrmacht. Bislang hat sie aber nicht mal die Hälfte der Betroffenen erreicht. Zum Artikel

Logo-WAZChristian Unger, 22.06.2016
Soll das Leid der Sowjet-Soldaten anerkannt werden?
75 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion wird im Bundestag diskutiert, ob auch Rotarmisten als Opfer der NS-Rassenpolitik gelten.
An diesem Mittwoch jährt sich der Überfall auf die Sowjetunion zum 75. Mal, mehrere Veranstaltungen etwa durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) in Berlin erinnern daran. Im Bundestag debattieren Politiker über den Umgang Deutschlands mit den Opfern des Nationalsozialismus – sie diskutieren auch über Menschen wie Fedorow. Denn bisher sind sowjetische Kriegsgefangene nicht offiziell anerkannt als Opfergruppe des nationalsozialistischen Regimes, wie etwa Juden oder Roma und Sinti.  Zum Artikel

Logo-DLFVolkhard Knigge im Gespräch mit Michael Köhler, 20.06.2016
„Ein verschatteter Fleck in unserer Erinnerung“
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sei in Deutschland die Erinnerung an die Opfer in der Sowjetunion und an den Krieg im Osten an den Rand getreten, sagte der Historiker Volkhard Knigge im DLF. Es sei Aufgabe von heutigen Historikern, das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen Themen wie Widerstand, Holocaust und den Opfern in der Zivilbevölkerung, und den Gesamtumfang der deutschen Verbrechen tatsächlich ins Auge zu fassen. Zum Artikel

logo-ardEin Film von Andreas Christoph Schmidt, Erstausstrahlung 06.06.2016, 23.30 Uhr, Das Erste
Schatten des Krieges (2) – Das vergessene Verbrechen
Wann immer vom Russlandkrieg erzählt wird, dann in großen Kapiteln: Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, rascher Vorstoß, Steckenbleiben im frühen und kalten Winter, Schlacht vor Moskau, Stalingrad, der Fall Berlins. Gleichzeitig fand der Holocaust statt, der all das Düstere noch überschattete. Dahinter verborgen ist eine weitere Untat, von der nur höchst selten gesprochen wird, von der viele nichts wissen und viele lieber nichts wissen würden: der Tod von drei Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen – durch physische Gewalt, Aushungerung und Krankheit. Eine der bedrängendsten Tragödien des Zweiten Weltkriegs. Ein Massenmord hinter dem Massenmord. Die Täter selbst haben ihr Tun dokumentiert. Als wären sie sich keiner Schuld bewusst. In der mediathek des RBB verfügbar bis 28.06.17 Zur Mediathek

Logo-NZZ Felix Ackermann, 08.05.2016
Belarus und der Grosse Vaterländische Krieg
In der heroischen Kriegserzählung der offiziellen Erinnerungspolitik ist nach wie vor kaum Platz für die Opfer. Dass von den etwa zwei Millionen weissrussischen Opfern die meisten Kriegsgefangene und Juden waren, ist weithin unbekannt, denn ihr Tod widerspricht dem allgegenwärtigen heldenhaften Sieges-Narrativ. Zum Artikel

Logo-Weser-KurierJohannes Heeg, 28.04.2016
Friedensarbeit zwischen Ruinen
Schüler arbeiten in der Gedenkstätte Sandbostel mit Gleichaltrigen aus Polen und der Ukraine gemeinsam zur Erinnerung an Opfer des Kriegsgefangenenlagers. Zum Artikel

Logo-HNA Wolfgang Blieffert, 05.03.16
Kriegsakten der Roten Armee sind digitalisiert.
Im Zentralarchiv des russischen Verteidigungsministeriums lagert ein besonderer Schatz: 28.000 Bände Akten der deutschen Wehrmacht. Der Russlandfeldzug wurde mit äußerster Brutalität geführt – auch gegen Zivilisten. Das dürfte auch das nun besser zugängliche Archivmaterial vielfach belegen. Zum Artikel

Logo der Zeitung Junge WeltMartin Seckendorf, 31.03.2016
Ein mörderischer Pakt.
Vor 75 Jahren vereinbarten Wehrmacht und SS für den Überfall auf die UdSSR den Einsatz besonderer Verbände. Gemeinsam sollten Kommunisten, „­staatstragende“ Sowjetbürger und Juden vernichtet werden. Zum Artikel

Logo der taz Tobias Schulze, 23.02. 2016
2.500 Euro nach 70 Jahren
Deutschland zahlt erstmals eine Entschädigung für Rotarmisten. 106 ehemalige Kriegsgefangene erhalten Geld. 800 Anträge sind noch offen. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues Deutschland Karlen Vesper, 30.01.2016
Jetzt kommt die Nagelprobe
Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, über die Erinnerung ohne Zeitzeugen. Zum Artikel

Die sowjetischen Kriegsgefangenen scheinen aber nach wie vor vergessen? – Diese nicht akzeptable Lücke wollen und müssen wir sicherlich schließen. Ein Schritt dazu war die Erklärung von Bundespräsident Joachim Gauck am 8. Mai vorigen Jahres in der Gedenkstätte Stukenbrok. In diesem Gedenkjahr 2016, in dem sich der Überfall auf die Sowjetunion zum 75. Mal jährt, wird die Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum am 22. Juni eine Open-Air-Ausstellung an einem zentralen Ort in Berlin zeigen. Sie wird die wichtigsten Aspekte dieses antisemitisch und rassistisch motivierten Eroberungs- und Vernichtungsfeldzuges thematisieren. Zu den viele Millionen sowjetischen Opfern zählen nicht nur kriegsgefangene Soldaten und Offiziere, wie sie z.B. im Herbst 1941 im KZ Sachsenhausen zu Tausenden erschossen wurden. Vielmehr rotteten die deutschen Aggressoren die Bewohner ganzer Dörfer und Städte aus, überließen sie dem Hungertod, erschossen sie in Wäldern und brannten die Häuser nieder. Es ist an der Zeit, dass auch den Opfern der NS-Lebensraumpolitik im Osten ein Gedenkzeichen gewidmet wird.

logo-badische Dietmar Ostermann, 18.01.2016
Wenn die Reue zu spät kommt
Vor knapp einem Jahr wurde ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen eine Entschädigung zugesprochen, doch bislang haben nur acht Betroffene das Geld erhalten. Zum Artikel

Logo-ZEIT Christian Staas und Louisa Reichstetter, 23.12.2015
„Ich überlebte dank eines Wunders“
Mehr als fünf Millionen sowjetische Soldaten gerieten während des Zweiten Weltkriegs in deutsche Gefangenschaft. Ihr Tod durch Hunger, Kälte und Arbeit war erklärtes Ziel. Eine Entschädigung gibt es erst jetzt. Ein Berliner Verein aber sammelt schon seit Jahren Spenden für die letzten Überlebenden. In Dankesbriefen berichten sie von ihrem Schicksal.
Zum Artikel

Logo_SPON Stefanie Maeck, 23.11.2015
Offizier Wilm Hosenfeld Der Nazi, der Juden und Polen rettete
Als glühender Hitler-Bewunderer zog Wilm Hosenfeld in den Krieg, wandelte sich aber bald zum Zweifler. 1944 rettete er dem jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman das Leben, verfilmt in „Der Pianist“. Eine Biografie verrät neue Details aus seinem Leben. Zum Artikel

Logo der Zeitung Die Welt 9.11.2015
Gedenktafeln für Kriegsgefangene in Zeithain zerstört
Unbekannte haben mehrere Gedenktafeln für Kriegsgefangene an den Gräberstätten in Zeithain zerstört. Vermutlich richteten sie eine Druckluftwaffe auf die Porträts gestorbene sowjetischer Gefangener, wie die Gedenkstätte am Montag mitteilte. Zum Artikel.

Logo der taz Petra Schellen, 4.11.2015
Marode, aber wertvoll​
Die Gedenkstätte Kriegsgefangenenlager Sandbostel soll vergrößert werden – auch wenn das dem Landrat zu teuer ist. Für die Britischen Soldaten war es das „Kleine Bergen-Belsen“: das am 29. April 1945 befreite Kriegsgefangenenlager Sandbostel bei Bremervörde, in dem Tausende Kriegsgefangene vor allem aus der Sowjetunion und Polen sowie, ab April 1945, KZ-Häftlinge interniert waren. Allein 40.000 sowjetische Kriegsgefangene starben an Krankheiten, Hunger und Gewalt der deutschen SS-Wachmannschaften. Zum Artikel

DruckIrina Scherbakowa, Karl Schlögel, 16.10. 2015
Was die Russlandversteher nicht verstehen
Die Deutschen projizieren ihre Kriegsschuld immer nur auf die Russen, sagt der Osteuropa-Historiker Karl Schlögel. Das hat Folgen für die Wahrnehmung der Ukrainekrise. In dem Gesprächsband „Der Russland-Reflex“ seziert er das Verhältnis der Deutschen zu Russland. Ein Buchauszug
… Die Kriegsschuld der Deutschen wird hierzulande aus Unwissenheit immer nur auf die Russen projiziert.
Dabei wird übersehen, dass die Ukraine neben Weißrussland der Hauptschauplatz des deutsch-sowjetischen Krieges war, die Ukraine war komplett von Deutschen besetzt und ausgebeutet. Zum Artikel

Logo der Zeitung Die WeltDirk Schümer, 10.10.2015
Im Herzen aller Finsternis
Grandios bedrückender Riesenessay Timother Snyders über die fast vollständige Ausrottung des europäischen Judentums samt der damit verbundenen Ermordung weiterer Millionen beteiligter Menschen, die als unliebsame Slawen, Sinti und Roma, Widerstandskämpfer in den Sog der deutschen Mordmaschine gerieten. Zum Artikel

Logo Frankfurter RundschauMareike Meyer, 24.09.2015
Kritik an Fragebogen
Erst im Mai hat der Bundestag eine symbolische finanzielle Anerkennungsleistung für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene beschlossen. Nun gibt es Kritik an dem Fragebogen zur Beantragung der 2500 Euro Einmalzahlung. Für Unmut sorgen drei Fragen: Die Antragsteller sollen beantworten, ob sie zwischen Juni 1941 und Mai 1945 während oder nach der Kriegsgefangenschaft im Dienst der SA, SS oder der Waffen-SS standen oder mit dem Deutschen Reich kollaboriert haben.

„Der Generalverdacht, der im Fragebogen aufkommt, ist nicht akzeptabel“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Sven-Christian Kindler der FR. Das sei ein widersprüchliches Signal und könne den gesamten Prozess der Anerkennung des großen NS-Unrechts an den ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen konterkarieren. „Damit werden alte Klischees und Vorurteile aus der Zeit der Sowjetunion wiederholt“, so Kindler. 

Logo der Zeitung Die Welt16.09.2015
Bürgermeister Scholz legt Kranz in St. Petersburg nieder
Bürgermeister Olaf Scholz hat an einem Denkmal auf dem Friedhof Piskarjowskoje in St. Petersburg einen Kranz niedergelegt, um an die Toten des Zweiten Weltkrieges und der Blockade Leningrads zu erinnern. Zum Artikel

Logo_BR15.09.2015
Preis für Thomas Muggenthaler
Für seine Beiträge zum Thema „Polnische Zwangsarbeiter in Bayern“ ist BR-Reporter Thomas Mugggenthaler mit der Auszeichnung „Bene Merito“ der Republik Polen geehrt worden. Über zwanzig polnische Zwangsarbeiter sind zwischen 1941 und 1943 in Niederbayern und der Oberpfalz hingerichtet worden. Der Grund: ihre Liebesbeziehungen zu deutschen Frauen. Dies deckte Thomas Muggenthaler bei seinen langjährigen Recherchen auf. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues DeutschlandKarlen Vesper, 05.08.2015
Wie sich die Bilder gleichen
Die neue Sonderausstellung im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst »Brennende Ukraine« erinnert an die Leiden des ukrainischen Volkes unter deutsch-faschistischer Okkupation und den opferreichen Sieg der Roten Armee. Zum Artikel

Logo-DLF Sabine Adler, 31.07.2015
Späte Genugtuung für eine Partisanin
Bereits mit 14 Jahren kämpfte die Polin Wanda Traczyk-Stawska gegen die deutschen Besatzer – auch 1944 beim Warschauer Aufstand. Seit Jahrzehnten versucht sie, den vielen namenlosen Toten wieder ein Gesicht zu geben. Am 71. Jahrestag wird sie die Gefallenen zusammen mit dem polnischen Präsidenten ehren. Zum Artikel

Logo der Zeitung "Der Tagesspiegel" Bernhard Schulz, 22.07.2015
Wissenschaft im Dienst der Nazis
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) war eng in die Entstehung des „Generalplan Ost“ in der NS-Zeit verstrickt. Eine Ausstellung zur Beteiligung der DFG macht nun Station in der Topographie des Terrors in Berlin. Zum Artikel

Logo der taz Tobias Schulze, 21.05.2015
Die richtigen Opfer
Sowjetische Kriegsgefangene waren eine der größten Opfergruppen im NS. Mit der Entschädigungsentscheidung übernimmt Deutschland Verantwortung. Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Katja Tichomirowa, 21.05.2015
Geld für sowjetische Kriegsgefangene
Späte Anerkennung: Deutschland zahlt 70 Jahre nach Kriegsende jeweils 2 500 Euro Entschädigung an die letzten Überlebenden. Die Union stimmt im Bundestag der Initiative von Grünen und Linken zu. Zum Artikel

Logo der taz Interview mit Gernot Erler, 14.05.2015
„Eine Geste der Anerkennung“
Millionen Sowjetsoldaten starben in Lagern der Wehrmacht. Der Russland-Beauftragte Erler (SPD) fordert, die Union müsse sich bewegen. Zum Artikel

Logo-Spiegel Jochen-Martin Gutsch, 09.05.2015
Opa Hans
Eine Kiste mit vergilbten Briefen gibt die Route einer Reise in die Geschichte vor, zu Zeitzeugen, Tatorten, Friedhöfen. Es geht, auf den Spuren des eigenen Großvaters, auf den Routen der Wehrmacht, nach Russland und zurück.

Ich schäme mich für meine Wissenslücken. Über Weißrussland weiß ich nichts. In meinem Kopf liegen ein paar Namen herum: Lukaschenko, Diktator. Marc Chagall, Maler aus Witebsk. Aleksandr Hleb, Fußballspieler, früher VfB Stuttgart.
Es gibt den umfangreichen deutschen Gedenkkanon: Stalingrad, Auschwitz, Warschauer Getto, Anne Frank, D-Day, Stauffenberg. Chatyn hat keinen Platz im Kanon. Weißrussland taucht kaum auf.
Und natürlich denke ich an meinen Großvater, den Soldaten. Er war nicht in Chatyn. Aber es gibt Orte, da verschmilzt alles und jeder zu einem großen Klumpen deutscher Schuld.
Selski erzählt, lässt Zahlen fallen. Rund 2,5 Millionen Weißrussen ermordeten die Deutschen im Krieg. Ein Viertel der Bevölkerung wurde ausgelöscht. Darunter 700 000 Kriegsgefangene. 550 000 Juden. 345 000 Partisanen. Tausende verbrannte Dörfer. Weißrussland ist ein Totenland.
Und mein Großvater war mittendrin.

Logo der Süddeutschen Zeitung Cord Aschenbrenner, 08.05.2015
Nachrichten aus der Hölle
Millionen Soldaten sind von 1939 bis 1945 in Gefangenschaft gegangen. Das härteste Los traf die Rotarmisten. Zum Artikel

Logo_FAZ Rainer Blasius, 07.05.2015
Späte Erinnerung
Es war eines der größten Verbrechen der Wehrmacht: Etwa drei Millionen russische Kriegsgefangene kamen unter „deutscher Obhut“ um. Gauck erinnerte zu Recht daran. Zum Artikel

Logo_SPON Severin Weiland, 06.05.2015
Gauck erinnert an Leid sowjetischer Kriegsgefangener
Der Bundespräsident setzt ein Zeichen: In seiner Rede zum Kriegsende gedenkt Joachim Gauck der mehr als fünf Millionen sowjetischen Soldaten in deutscher Gefangenschaft. Ihr Schicksal liege bis heute im „Erinnerungsschatten“. Zum Artikel

Logo der Deutschen Welle Andrea Grunau, 06.05.2015
„NS-Verbrechen an sowjetischen Kriegsgefangenen“
Aushungern, Quälen, Erschießen – zwei bis drei Millionen Tote: Die deutschen Verbrechen an sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg wurden lange ausgeblendet, sagt Historiker Rolf Keller im DW-Interview. Zum Artikel

Logo_mdr 06.05. 2015
Steinmeier mauert bei Entschädigungsfrage
Die Entschädigung ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener für ihr Leid während der Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg lässt weiter auf sich warten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier von der SPD, der vor zwei Jahren als Oppositionsführer im Bundestag eine solche Entschädigung noch unterstützt hatte, wollte sich auf Anfrage des ARD-Magazins FAKT dazu nicht äußern. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen Zeitung  05.05.2015
„Ich bitte um Vergebung“
Die Bundesregierung entschuldigt sich bei Weißrussland für die Morde von Wehrmacht und SS. Ihnen fielen im Land 2,5 Millionen Menschen zum Opfer. Zum Artikel

Logo der Berliner ZeitungGötz Aly, 05.05.2015
Wer nicht feiert, hat verloren (III)
Wer des 70. Jahrestages des Kriegsendes gedenken will, kommt an dem segensreichen Wirken des russischen Stadtkommandanten von Berlin, Nikolai Bersarin, nicht vorbei. Zum Artikel

Liebe Leserinnen und Leser, kommen Sie am 9. Mai um 14.00 Uhr zum sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten. Ohne staatliches Zeremoniell, sehr persönlich, werden wir dort der Opfer des deutschen Vernichtungskrieges gedenken, deren heutige Nachfahren grüßen, Freiheit und Frieden feiern. (Blumen nicht vergessen!)

Logo der taz Klaus-Helge Donath, 04.05.2015
Doppelt verfolgt
70 Jahre nach Kriegsende: Die Opposition im Bundestag fordert, die sowjetischen Kriegsgefangen endlich zu entschädigen. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungInterview mit Joachim Gauck, 02.05.2015
„Europa könnte und sollte mehr tun“
Joachim Gauck über die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer, Wiedergutmachung für deutsche Verbrechen in Griechenland, seine Verneigung vor den sowjetischen Opfern des Krieges – und die Frage, was dieser Präsidentschaft noch fehlt

Von den insgesamt rund fünfeinhalb Millionen sowjetischen Soldaten in der Gewalt der deutschen Wehrmacht hat weniger als die Hälfte überlebt. Millionen Russen, Ukrainer, Georgier und Angehörige anderer Völker wurden durch Zwangsarbeit und Nahrungsentzug systematisch umgebracht. Ich finde, wir haben bei der Aufarbeitung der NS-Zeit wirklich vieles geleistet. Aber immer wieder gab es auch Gruppen von Opfern, die dabei gar nicht oder zu spät oder zu wenig berücksichtigt worden sind – die sowjetischen Kriegsgefangenen gehören dazu. Diese Männer befinden sich, was das kollektive Gedächtnis angeht, in einer Art Erinnerungsschatten.  Das wird ihnen nicht gerecht.

logo_sächsische 24.04.2015
Das war fürchterlich
Als Kinder überlebten sie die Lager der Deutschen. Gestern gedachten die russischen Frauen in Zeithain ihrer Angehörigen. Das Erinnern tut noch weh.

Logo der Berliner ZeitungGötz Aly, 20.04.2015
Wer nicht feiert, hat verloren (I)
Blumen nicht vergessen! Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes sollte sich ganz Berlin der besonderen Bedeutung der Roten Armee bei der Befreiung Berlins erinnern. Zum Artikel

Alle Berliner sind aufgefordert, am 9. Mai [am Sowjetischen Ehrenmal] Blumen niederzulegen, einfach als Ausdruck persönlichen Mitgefühls, als Gruß an alle heute auf dem Gebiet der einstigen Sowjetunion und in anderen Ländern lebenden Familien, deren Angehörige in diesem deutschen Aggressionskrieg gefallen oder verhungert sind, als Erinnerung an Millionen Zivilisten, die Haus und Hof verloren, zur Zwangsarbeiter verschleppt, erniedrigt, in die Flucht gejagt, erschossen oder vergast wurden: Allein 27 Millionen sowjetische Tote und viele Millionen mehr, deren Lebensglück Deutsche zertrümmerten.

Logo der Berliner ZeitungHolger Schmale, 15.04.2015
Gauck gedenkt sowjetischer Kriegsopfer
Bundespräsident Joachim Gauck wird am 6. Mai zu einem symbolträchtigen Besuch im einstigen Lager Stukenbrock erwartet. Zum Artikel

Logo der Zeitung Die Welt 14.04.2015
Auskunft zu sowjetischen Kriegsgefangenen in Deutschland
Die «Stiftung Sächsische Gedenkstätten» wird vom 1. Mai an wieder Anfragen zu sowjetischen Soldaten beantworten, die im Zweiten Weltkrieg in Deutschland gefangen genommen wurden. Zum Artikel

Logo-DR-Kultur Jochen Stöckmann, 31.03.2015
Was geschah in Sandbostel?
Zehntausende haben Stalag X B nicht überlebt. Allein mehr als 40.000 sowjetische Kriegsgefangene kamen in Sandbostel bei Bremen um. Doch der einzige Gedenkstein wurde 1956 gesprengt, das Lager vergessen. Die Fotografin Sarah Mayr hat nach Überlebenden gesucht und sie porträtiert. Zum Artikel

Logo-WAZMonika Willer, 30.03.2015
Massenerschießungen und Todesmärsche in der Endphase des Krieges
„Schießbefehle“, wie sie im März 1945 mehrfach durch den südwestfälischen Gauleiter Albert Hoffmann in Umlauf gebracht wurden, erklärten bestimmte Personengruppen regelrecht für vogelfrei. Das galt vor allem für ausländische Arbeitskräfte, besonders die sogenannten Ostarbeiter und sowjetische Kriegsgefangene. Zum Artikel

Logo-WAZDietmar Lange, 20.03.2015
208 russische Zwangsarbeiter in den Tod gelockt
Immer noch in Erinnerung vieler Warsteiner Bürgerinnen und Bürger sind die schrecklichen Ereignisse im März 1945, die in Warstein und Umgebung 208 russischen Zwangsarbeitern mit ihren Familien das Leben kosteten. Zum Artikel

Logo der Zeitung "Der Tagesspiegel" Martin Niewendick, 11.03.2015
Stigmatisiert und entmenschlicht
Polen-Erlasse von 1940: Ab März 1940 kennzeichnete das NS-Regime erstmals Menschen mit diskriminierenden Abzeichen. Betroffen waren polnische Zwangsarbeiter, sie mussten ein „P“ auf der Kleidung tragen. Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Götz Aly, 09.03.2015
Ukrainer, Russen und Deutsche sollen am 8./9. Mai zusammenkommen
Viele Leser wollen sich dem Vorschlag unseres Kolumnisten anschließen, zum 70. Jahrestag des Kriegsendes am 9. Mai in Berlin die Soldaten und Gefallenen aus allen Teilen der damaligen Sowjetunion zu würdigen, die den Sieg über Hitlerdeutschland erkämpft haben. Eine Veranstaltung nimmt Konturen an. Zum Artikel

Logo Frankfurter RundschauKatja Tichomirowa, 05.03.2015
Gräber vor dem Vergessen retten
Seit 15 Jahren erteilt die Stiftung Sächsische Gedenkstätten Auskunft über das Schicksal vermisster sowjetischer Kriegsgefangener. Jetzt fehlt ihr das Geld. Dem Auswärtigen Amt, der russischen Botschaft und vor allem der Stiftung sei das „seit mehreren Jahren bekannt“. Zum Artikel

Logo-ZEITChristian Staas / Volker Ullrich, 05.03.2015
Deutschstunde
Die Wehrmachtsausstellung und ihre historische Bedeutung – eine Streitgespräch mit Helmut Schmidt, Ausstellungsmacher Hannes Heer und dem Historiker Habbo Knoch.

Habbo Knoch: „Die Ausstellung hat das öffentliche Bild der Naziverbrechen erweitert, vor allem um den „Holocaust by bullets“. Und sie hat neue Forschungen angeregt. Abgeschlossen ist das Thema deshalb nicht. Noch immer gibt es Blindstellen in der Wissenschaft, aber auch in der Politik. So hat die Bundesregierung erst kürzlich wieder bekräftigt, dass es keine Entschädigungszahlungen für sowjetische Kriegsgefangene geben wird, deren Misshandlung und massenhafte Ermordung durch die Wehrmacht zu den schwersten Verbrechen des Zweiten Weltkriegs zählt.“

Logo der Berliner Zeitung Götz Aly, 02.03.2015
Was tun? Kriegsende, Russen und Deutsche
Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes sollten wir Deutsche vor allem auch die Leistungen der sowjetischen Soldaten bei der Befreiung vom Nationalsozialismus ehren. Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht in Berlin? Zum Artikel

Logo-Spiegel  28.02.2015
Russen düpiert

Angehörige verstorbener sowjetischer Kriegsgefangener bekommen keine Auskünfte mehr über deren Schicksal im „Dritten Reich“. Die Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Dresden lässt seit Wochen Anfragen unbeantwortet. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte die Mittel für das Projekt gestrichen.

Logo der Zeitung Junge Welt Frank Brendle, 09.02.2015
Gerechtigkeit für Rotarmisten?
Erst 70 Jahre nach Kriegsende plädiert eine Mehrheit im Bundestag dafür, ehemalige Rotarmisten, die die deutsche Kriegsgefangenschaft überlebt haben, zu entschädigen. Aber weil die Union mauert, will sich die SPD nicht festlegen. Zum Artikel

Logo_WestfalenBlatt 07.02.2015
»Ein Menschenzoo in der Senne« Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer des Nationalsozialismus
Im Rahmen der öffentlichen Hörfunk-Sendung »Forum WDR 3« findet im Kreishaus Gütersloh eine Podiumsdiskussion statt zur Bedeutung der immer noch wenig beachteten Opfergruppe der sowjetischen Kriegsgefangenen. In Stukenbrock-Senne bestand eines der größten Mannschaftsstammlager zwischen 1941 und 1945: das Stalag 326 (VI K) Senne.

Logo der Zeitung Neues Deutschland René Heilig, 05.02.2015
Entschädigung für »vergessene« NS-Opfer
Die Linksfraktion im Bundestag dringt auf eine »finanzielle Anerkennung von NS-Unrecht für sowjetische Kriegsgefangene«. Am heutigen Donnerstag wird das Thema im Plenum aufgerufen. Zum Artikel

Logo_SPONJohanna Lutteroth, 02.02.2015
„Sind beim Antreffen sofort umzulegen“
Im Februar 1945 überwältigten KZ-Häftlinge in Mauthausen ihre Bewacher und flohen in die Freiheit. SS-Männer und ganz normale Bürger jagten und ermordeten die Flüchtlinge gnadenlos. Die 419 entflohenen Häftlinge waren keine Schwerverbrecher, sondern sowjetische Kriegsgefangene, die oft schon jahrelang als Zwangsarbeiter in Deutschland geknechtet worden waren. Zum Artikel

Logo-KStA 27.01.2015
Volker Beck fordert „starkes Signal der Völkerfreundschaft“
Anlässlich des Gedenktages an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hat sich Volker Beck mit einer Forderung zu Wort gemeldet. Der Grünen-Politiker fordert, eine Anerkennung ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener als NS-Verfolgte. Zum Artikel

Logo-HNA Bernd Lindenthal, 03.01.2015
Unmenschliche Bedingungen für Kriegsgefangene im Stalag Ziegenhain
Otti Schwalm und ihr Bruder Hans-Karl Haner aus Ziegenhain haben im Zweiten Weltkrieg den Durchmarsch russischer Gefangener durch den Ort beobachtet. Es sind erschütternde Erinnerungen. Zum Artikel

Logo-DLF Karla Hielscher, 30.10.2014
Erschreckende Details der Blockade
Lidia Ginsburgs Aufzeichnungen über das Leben in Leningrad während dieser Jahre des Grauens, die 1997 in der edition suhrkamp schon einmal vorgelegt wurden, sind geprägt von ihrer Grundhaltung als Wissenschaftlerin. Zum Artikel

Logo-Weser-KurierIna Schulze, 26.10.2014
Aus Respekt vor den Opfern
Die Ausstellung des Berliner Vereins Kontakte-Kontakty „Russenlager und Zwangsarbeit“ läuft noch bis 30. Oktober im Haus der Wissenschaft. Die Kulturhistorikerinnen Petra Redert und Kerstin True-Biletski haben den Bremer Bezug erarbeitet. Zum Artikel

Logo des Münchner Merkur19.10.2014
Gedenktag: Vor 75 Jahren ging das Kriegsgefangenenlager in Moosburg in Betrieb
Die Zeiten in denen man in Moosburg die Existenz des Kriegsgefangenenlagers „Stalag VII A“ am liebsten verdrängt hätte, sind Geschichte. Zum 75. Jahrestag der Eröffnung setzten Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft in der Gedenkstätte Oberreit jetzt beeindruckende Zeichen. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues Deutschland Tom Strohschneider, 21.09.2014
Die NS-Kriegsgefangenen, Herr Strobl und die Krim
Wie ein Unionspolitiker den Ukrainekonflikt zum Argume

Logo der Zeitung Neues Deutschland

René Heilig, 29.03.2017
Blockade von Leningrad? Kein Thema!
Bundesregierung denkt nicht mal an Opfer der Nazis. Zum Artikel

Logo-DLFThomas Zenke, 05.03.2017
75 Jahre Schostakowitschs „Leningrader Symphonie“:
Melancholie in C-Dur
Inmitten des von den Deutschen belagerten Leningrads schrieb der führende Sowjetkomponist Dimitrij Schostakowitsch ein patriotisches Meisterwerk gegen Krieg, Terror und Gewalt: die „Leningrader Symphonie“. Zum Artikel

Neue Westfälische

Karin Prignitz, 22.02.2017
Bachelorarbeiten zum Thema Stalag 326
Zwei Mitarbeiter der Dokumentationsstätte haben ihre Bachelorarbeiten dem Thema der Arbeitseinsätze sowjetischer Kriegsgefangener gewidmet. Zum Artikel

Logo-DLFVolker Ullrich, 20.02.2017
Sowjetische Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter
Mit dem Scheitern des Blitzkriegs gegen die Sowjetunion und der Kriegswende 1941/42 stieg der Arbeitskräftebedarf in der deutschen Rüstungsindustrie dramatisch. Sowjetische Kriegsgefangene wurden zur Zwangsarbeit herangezogen und dabei brutal und menschenverachtend behandelt. Zum Artikel

Logo-DR-Kultur Tobias Krone, 17.02.2017
Kunstaktion verboten: Gericht schützt Ehrenmal für NS-Verbrecher
Zum Artikel

http://www.westfalen-blatt.de/var/storage/images/wb/startseite/seitenkopf-westfalen-blatt/45564444-5-ger-DE/Seitenkopf-Westfalen-Blatt.png Matthias Kleemann, 17.02.2017
Spannendes aus den Archiven
Laura Niewöhner und Jan Tiemann: »Sehr gut « für die Bachelor-Arbeit Zum Artikel

Klaus HuLogo der Zeitung Junge Welthn, 25.01.2017
Die Faschisten geschlagen
Vor 75 Jahren besiegten ukrainische Fußballer eine Mannschaft der Wehrmacht. Zum Artikel

Susanne SStuttgarter_Zeitung_Logotefan 20.01.2017
Juri Feldman, Überlebender der Leningrad-Blockade:
Der Junge aus St. Petersburg
Im September 1941 riegeln die deutschen Truppen das damalige Leningrad ab. Während der Blockade verhungern Hunderttausende. Der vierjährige Juri Feldman und seine Mutter werden gerettet. Zum Artikel

Logo der Zeitung Junge WeltFrank Brendle, 18.01.2017
Für viele zu spät
Entschädigungszahlungen für Rotarmisten: Linke fordert Fristverlängerung
Im Mai 2015 hatte der Bundestag die sogenannte Anerkennungsleistung beschlossen. 912 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene haben sie bislang erhalten. Zum Artikel

Wolfram Wette im Gespräch mit Benedikt Schulz, 15.01.2017Logo-DLF
Schlacht um Moskau vor 75 Jahren:
„Aus dem Blitzkrieg wurde nichts“

Heute jährt sich der Beginn des Rückzugs der deutschen Wehrmacht bei der Schlacht um Moskau zum 75. Mal. Der Russland-Feldzug sei von Anfang an eine „riesige Illusion“ gewesen, sagte der Militärhistoriker Wolfram Wette im DLF. Zum Artikel

Logo-DR-KulturJens Rosbach, 21.11.2016
Juden aus der Ex-Sowjetunion in Sozialnot
:
                                                      Erst Arzt, dann Almosenempfänger
Die deutsche Bürokratie ist vor allem für die Älteren der jüdischen Kontingentflüchtlinge aus Russland ein Problem. Viele leben in Armut oder am Existenzminimum. Sie kämpfen gegen Ungleichbehandlung und die Anerkennung ihrer Notlage. Zum Artikel

KolumnLogo der Berliner Zeitunge Götz Aly, 13.09.2016
1941: „Leningrad muss verhungern!“
In diesen Tagen vor 75 Jahren schlossen deutsche Soldaten der Heeresgruppe Nord den Blockadering um Leningrad. Das Ziel lautete: die etwa fünf Millionen Einwohner des heutigen St. Petersburg sollten verhungern. Dieser in Berlin erdachte Massenmord scheiterte zum Teil am Widerstandswillen der Eingeschlossenen, aber mehr als eine Million Menschen, insbesondere Kinder, verhungerten und erfroren während der 900 Tage andauernden Blockade. Zum Artikel

Logo_SPON Marc von Lüpke, 08.09.2016
„Wir werden alle wie die Fliegen verrecken“
Zerschossen und ausgehungert werden müsse Leningrad, befahl Hitler. Vor 75 Jahren begann die Wehrmacht mit der Blockade. In der Stadt führte Schülerin Lena Muchina, 16, ein Tagebuch des Schreckens. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues Deutschland Karlen Vesper, 08.09.2016
Helden in Russland, in Deutschland nicht anerkannt
Die Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft gedachte der Opfer der Leningrader Blockade vor 75 Jahren
Andreas Eberhardt, Vorstandsvorsitzer der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft (EVZ), sprach zum Auftakt einer Veranstaltung im Domizil seiner Institution in Berlin von einer nach langen Jahren endlich fest in der deutschen Zivilgesellschaft verankerten Erinnerungskultur. Der im westfälischen Münster promovierte Politikwissenschaftler konzedierte indes auch: »Der Blick nach Osten fällt uns aber bis heute noch sehr schwer.« Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Kolumne Götz Aly,05.09.2016
1941: Deutsche von Polen beobachtet
Zwischen September 1941 und Januar 1942 verhungerten und erfroren monatlich etwa 400.000 sowjetische Gefangene. Man schweigt darüber. Warum nur? Die Lebensmittel, die mit den von Klukowski geschilderten mörderischen Methoden eingespart wurden, kamen deutschen Soldaten, Müttern und deren arischen Wonneproppen zugute. Im Sinne transparenter Politik verkündete Hermann Göring im Radio: „Wenn in diesem Krieg gehungert wird, dann hungern andere!“  Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Kolumne Götz Aly, 30.08.2016
1941 begann der Massenmord im KZ Sachsenhausen
In diesen Tagen vor 75 Jahren begann vor den Toren Berlins, im KZ Oranienburg-Sachsenhausen, ein Großverbrechen, von dem nur wenige wissen. Mit ihrem „Genickschusssystem en gros“ ermordeten sie in den folgenden fünf Monaten 13.000 sowjetische Kriegsgefangene, 5000 weitere Rotarmisten wurden in dieser Zeit auf andere Arten in Sachsenhausen getötet. Zum Artikel

Logo der tazTobias Schulze, 14.07.2016
Geld für 537 ehemalige Rotarmisten
Deutschland zahlt je 2.500 Euro an ehemalige Gefangene der Wehrmacht. Bislang hat sie aber nicht mal die Hälfte der Betroffenen erreicht. Zum Artikel

Logo-WAZChristian Unger, 22.06.2016
Soll das Leid der Sowjet-Soldaten anerkannt werden?
75 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion wird im Bundestag diskutiert, ob auch Rotarmisten als Opfer der NS-Rassenpolitik gelten.
An diesem Mittwoch jährt sich der Überfall auf die Sowjetunion zum 75. Mal, mehrere Veranstaltungen etwa durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) in Berlin erinnern daran. Im Bundestag debattieren Politiker über den Umgang Deutschlands mit den Opfern des Nationalsozialismus – sie diskutieren auch über Menschen wie Fedorow. Denn bisher sind sowjetische Kriegsgefangene nicht offiziell anerkannt als Opfergruppe des nationalsozialistischen Regimes, wie etwa Juden oder Roma und Sinti.  Zum Artikel

Logo-DLFVolkhard Knigge im Gespräch mit Michael Köhler, 20.06.2016
„Ein verschatteter Fleck in unserer Erinnerung“
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sei in Deutschland die Erinnerung an die Opfer in der Sowjetunion und an den Krieg im Osten an den Rand getreten, sagte der Historiker Volkhard Knigge im DLF. Es sei Aufgabe von heutigen Historikern, das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen Themen wie Widerstand, Holocaust und den Opfern in der Zivilbevölkerung, und den Gesamtumfang der deutschen Verbrechen tatsächlich ins Auge zu fassen. Zum Artikel

logo-ardEin Film von Andreas Christoph Schmidt, Erstausstrahlung 06.06.2016, 23.30 Uhr, Das Erste
Schatten des Krieges (2) – Das vergessene Verbrechen
Wann immer vom Russlandkrieg erzählt wird, dann in großen Kapiteln: Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, rascher Vorstoß, Steckenbleiben im frühen und kalten Winter, Schlacht vor Moskau, Stalingrad, der Fall Berlins. Gleichzeitig fand der Holocaust statt, der all das Düstere noch überschattete. Dahinter verborgen ist eine weitere Untat, von der nur höchst selten gesprochen wird, von der viele nichts wissen und viele lieber nichts wissen würden: der Tod von drei Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen – durch physische Gewalt, Aushungerung und Krankheit. Eine der bedrängendsten Tragödien des Zweiten Weltkriegs. Ein Massenmord hinter dem Massenmord. Die Täter selbst haben ihr Tun dokumentiert. Als wären sie sich keiner Schuld bewusst. In der mediathek des RBB verfügbar bis 28.06.17 Zur Mediathek

Logo-NZZ Felix Ackermann, 08.05.2016
Belarus und der Grosse Vaterländische Krieg
In der heroischen Kriegserzählung der offiziellen Erinnerungspolitik ist nach wie vor kaum Platz für die Opfer. Dass von den etwa zwei Millionen weissrussischen Opfern die meisten Kriegsgefangene und Juden waren, ist weithin unbekannt, denn ihr Tod widerspricht dem allgegenwärtigen heldenhaften Sieges-Narrativ. Zum Artikel

Logo-Weser-KurierJohannes Heeg, 28.04.2016
Friedensarbeit zwischen Ruinen
Schüler arbeiten in der Gedenkstätte Sandbostel mit Gleichaltrigen aus Polen und der Ukraine gemeinsam zur Erinnerung an Opfer des Kriegsgefangenenlagers. Zum Artikel

Logo-HNA Wolfgang Blieffert, 05.03.16
Kriegsakten der Roten Armee sind digitalisiert.
Im Zentralarchiv des russischen Verteidigungsministeriums lagert ein besonderer Schatz: 28.000 Bände Akten der deutschen Wehrmacht. Der Russlandfeldzug wurde mit äußerster Brutalität geführt – auch gegen Zivilisten. Das dürfte auch das nun besser zugängliche Archivmaterial vielfach belegen. Zum Artikel

Logo der Zeitung Junge WeltMartin Seckendorf, 31.03.2016
Ein mörderischer Pakt.
Vor 75 Jahren vereinbarten Wehrmacht und SS für den Überfall auf die UdSSR den Einsatz besonderer Verbände. Gemeinsam sollten Kommunisten, „­staatstragende“ Sowjetbürger und Juden vernichtet werden. Zum Artikel

Logo der taz Tobias Schulze, 23.02. 2016
2.500 Euro nach 70 Jahren
Deutschland zahlt erstmals eine Entschädigung für Rotarmisten. 106 ehemalige Kriegsgefangene erhalten Geld. 800 Anträge sind noch offen. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues Deutschland Karlen Vesper, 30.01.2016
Jetzt kommt die Nagelprobe
Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, über die Erinnerung ohne Zeitzeugen. Zum Artikel

Die sowjetischen Kriegsgefangenen scheinen aber nach wie vor vergessen? – Diese nicht akzeptable Lücke wollen und müssen wir sicherlich schließen. Ein Schritt dazu war die Erklärung von Bundespräsident Joachim Gauck am 8. Mai vorigen Jahres in der Gedenkstätte Stukenbrok. In diesem Gedenkjahr 2016, in dem sich der Überfall auf die Sowjetunion zum 75. Mal jährt, wird die Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum am 22. Juni eine Open-Air-Ausstellung an einem zentralen Ort in Berlin zeigen. Sie wird die wichtigsten Aspekte dieses antisemitisch und rassistisch motivierten Eroberungs- und Vernichtungsfeldzuges thematisieren. Zu den viele Millionen sowjetischen Opfern zählen nicht nur kriegsgefangene Soldaten und Offiziere, wie sie z.B. im Herbst 1941 im KZ Sachsenhausen zu Tausenden erschossen wurden. Vielmehr rotteten die deutschen Aggressoren die Bewohner ganzer Dörfer und Städte aus, überließen sie dem Hungertod, erschossen sie in Wäldern und brannten die Häuser nieder. Es ist an der Zeit, dass auch den Opfern der NS-Lebensraumpolitik im Osten ein Gedenkzeichen gewidmet wird.

logo-badische Dietmar Ostermann, 18.01.2016
Wenn die Reue zu spät kommt
Vor knapp einem Jahr wurde ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen eine Entschädigung zugesprochen, doch bislang haben nur acht Betroffene das Geld erhalten. Zum Artikel

Logo-ZEIT Christian Staas und Louisa Reichstetter, 23.12.2015
„Ich überlebte dank eines Wunders“
Mehr als fünf Millionen sowjetische Soldaten gerieten während des Zweiten Weltkriegs in deutsche Gefangenschaft. Ihr Tod durch Hunger, Kälte und Arbeit war erklärtes Ziel. Eine Entschädigung gibt es erst jetzt. Ein Berliner Verein aber sammelt schon seit Jahren Spenden für die letzten Überlebenden. In Dankesbriefen berichten sie von ihrem Schicksal.
Zum Artikel

Logo_SPON Stefanie Maeck, 23.11.2015
Offizier Wilm Hosenfeld Der Nazi, der Juden und Polen rettete
Als glühender Hitler-Bewunderer zog Wilm Hosenfeld in den Krieg, wandelte sich aber bald zum Zweifler. 1944 rettete er dem jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman das Leben, verfilmt in „Der Pianist“. Eine Biografie verrät neue Details aus seinem Leben. Zum Artikel

Logo der Zeitung Die Welt 9.11.2015
Gedenktafeln für Kriegsgefangene in Zeithain zerstört
Unbekannte haben mehrere Gedenktafeln für Kriegsgefangene an den Gräberstätten in Zeithain zerstört. Vermutlich richteten sie eine Druckluftwaffe auf die Porträts gestorbene sowjetischer Gefangener, wie die Gedenkstätte am Montag mitteilte. Zum Artikel.

Logo der taz Petra Schellen, 4.11.2015
Marode, aber wertvoll​
Die Gedenkstätte Kriegsgefangenenlager Sandbostel soll vergrößert werden – auch wenn das dem Landrat zu teuer ist. Für die Britischen Soldaten war es das „Kleine Bergen-Belsen“: das am 29. April 1945 befreite Kriegsgefangenenlager Sandbostel bei Bremervörde, in dem Tausende Kriegsgefangene vor allem aus der Sowjetunion und Polen sowie, ab April 1945, KZ-Häftlinge interniert waren. Allein 40.000 sowjetische Kriegsgefangene starben an Krankheiten, Hunger und Gewalt der deutschen SS-Wachmannschaften. Zum Artikel

DruckIrina Scherbakowa, Karl Schlögel, 16.10. 2015
Was die Russlandversteher nicht verstehen
Die Deutschen projizieren ihre Kriegsschuld immer nur auf die Russen, sagt der Osteuropa-Historiker Karl Schlögel. Das hat Folgen für die Wahrnehmung der Ukrainekrise. In dem Gesprächsband „Der Russland-Reflex“ seziert er das Verhältnis der Deutschen zu Russland. Ein Buchauszug
… Die Kriegsschuld der Deutschen wird hierzulande aus Unwissenheit immer nur auf die Russen projiziert.
Dabei wird übersehen, dass die Ukraine neben Weißrussland der Hauptschauplatz des deutsch-sowjetischen Krieges war, die Ukraine war komplett von Deutschen besetzt und ausgebeutet. Zum Artikel

Logo der Zeitung Die WeltDirk Schümer, 10.10.2015
Im Herzen aller Finsternis
Grandios bedrückender Riesenessay Timother Snyders über die fast vollständige Ausrottung des europäischen Judentums samt der damit verbundenen Ermordung weiterer Millionen beteiligter Menschen, die als unliebsame Slawen, Sinti und Roma, Widerstandskämpfer in den Sog der deutschen Mordmaschine gerieten. Zum Artikel

Logo Frankfurter RundschauMareike Meyer, 24.09.2015
Kritik an Fragebogen
Erst im Mai hat der Bundestag eine symbolische finanzielle Anerkennungsleistung für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene beschlossen. Nun gibt es Kritik an dem Fragebogen zur Beantragung der 2500 Euro Einmalzahlung. Für Unmut sorgen drei Fragen: Die Antragsteller sollen beantworten, ob sie zwischen Juni 1941 und Mai 1945 während oder nach der Kriegsgefangenschaft im Dienst der SA, SS oder der Waffen-SS standen oder mit dem Deutschen Reich kollaboriert haben.

„Der Generalverdacht, der im Fragebogen aufkommt, ist nicht akzeptabel“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Sven-Christian Kindler der FR. Das sei ein widersprüchliches Signal und könne den gesamten Prozess der Anerkennung des großen NS-Unrechts an den ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen konterkarieren. „Damit werden alte Klischees und Vorurteile aus der Zeit der Sowjetunion wiederholt“, so Kindler. 

Logo der Zeitung Die Welt16.09.2015
Bürgermeister Scholz legt Kranz in St. Petersburg nieder
Bürgermeister Olaf Scholz hat an einem Denkmal auf dem Friedhof Piskarjowskoje in St. Petersburg einen Kranz niedergelegt, um an die Toten des Zweiten Weltkrieges und der Blockade Leningrads zu erinnern. Zum Artikel

Logo_BR15.09.2015
Preis für Thomas Muggenthaler
Für seine Beiträge zum Thema „Polnische Zwangsarbeiter in Bayern“ ist BR-Reporter Thomas Mugggenthaler mit der Auszeichnung „Bene Merito“ der Republik Polen geehrt worden. Über zwanzig polnische Zwangsarbeiter sind zwischen 1941 und 1943 in Niederbayern und der Oberpfalz hingerichtet worden. Der Grund: ihre Liebesbeziehungen zu deutschen Frauen. Dies deckte Thomas Muggenthaler bei seinen langjährigen Recherchen auf. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues DeutschlandKarlen Vesper, 05.08.2015
Wie sich die Bilder gleichen
Die neue Sonderausstellung im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst »Brennende Ukraine« erinnert an die Leiden des ukrainischen Volkes unter deutsch-faschistischer Okkupation und den opferreichen Sieg der Roten Armee. Zum Artikel

Logo-DLF Sabine Adler, 31.07.2015
Späte Genugtuung für eine Partisanin
Bereits mit 14 Jahren kämpfte die Polin Wanda Traczyk-Stawska gegen die deutschen Besatzer – auch 1944 beim Warschauer Aufstand. Seit Jahrzehnten versucht sie, den vielen namenlosen Toten wieder ein Gesicht zu geben. Am 71. Jahrestag wird sie die Gefallenen zusammen mit dem polnischen Präsidenten ehren. Zum Artikel

Logo der Zeitung "Der Tagesspiegel" Bernhard Schulz, 22.07.2015
Wissenschaft im Dienst der Nazis
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) war eng in die Entstehung des „Generalplan Ost“ in der NS-Zeit verstrickt. Eine Ausstellung zur Beteiligung der DFG macht nun Station in der Topographie des Terrors in Berlin. Zum Artikel

Logo der taz Tobias Schulze, 21.05.2015
Die richtigen Opfer
Sowjetische Kriegsgefangene waren eine der größten Opfergruppen im NS. Mit der Entschädigungsentscheidung übernimmt Deutschland Verantwortung. Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Katja Tichomirowa, 21.05.2015
Geld für sowjetische Kriegsgefangene
Späte Anerkennung: Deutschland zahlt 70 Jahre nach Kriegsende jeweils 2 500 Euro Entschädigung an die letzten Überlebenden. Die Union stimmt im Bundestag der Initiative von Grünen und Linken zu. Zum Artikel

Logo der taz Interview mit Gernot Erler, 14.05.2015
„Eine Geste der Anerkennung“
Millionen Sowjetsoldaten starben in Lagern der Wehrmacht. Der Russland-Beauftragte Erler (SPD) fordert, die Union müsse sich bewegen. Zum Artikel

Logo-Spiegel Jochen-Martin Gutsch, 09.05.2015
Opa Hans
Eine Kiste mit vergilbten Briefen gibt die Route einer Reise in die Geschichte vor, zu Zeitzeugen, Tatorten, Friedhöfen. Es geht, auf den Spuren des eigenen Großvaters, auf den Routen der Wehrmacht, nach Russland und zurück.

Ich schäme mich für meine Wissenslücken. Über Weißrussland weiß ich nichts. In meinem Kopf liegen ein paar Namen herum: Lukaschenko, Diktator. Marc Chagall, Maler aus Witebsk. Aleksandr Hleb, Fußballspieler, früher VfB Stuttgart.
Es gibt den umfangreichen deutschen Gedenkkanon: Stalingrad, Auschwitz, Warschauer Getto, Anne Frank, D-Day, Stauffenberg. Chatyn hat keinen Platz im Kanon. Weißrussland taucht kaum auf.
Und natürlich denke ich an meinen Großvater, den Soldaten. Er war nicht in Chatyn. Aber es gibt Orte, da verschmilzt alles und jeder zu einem großen Klumpen deutscher Schuld.
Selski erzählt, lässt Zahlen fallen. Rund 2,5 Millionen Weißrussen ermordeten die Deutschen im Krieg. Ein Viertel der Bevölkerung wurde ausgelöscht. Darunter 700 000 Kriegsgefangene. 550 000 Juden. 345 000 Partisanen. Tausende verbrannte Dörfer. Weißrussland ist ein Totenland.
Und mein Großvater war mittendrin.

Logo der Süddeutschen Zeitung Cord Aschenbrenner, 08.05.2015
Nachrichten aus der Hölle
Millionen Soldaten sind von 1939 bis 1945 in Gefangenschaft gegangen. Das härteste Los traf die Rotarmisten. Zum Artikel

Logo_FAZ Rainer Blasius, 07.05.2015
Späte Erinnerung
Es war eines der größten Verbrechen der Wehrmacht: Etwa drei Millionen russische Kriegsgefangene kamen unter „deutscher Obhut“ um. Gauck erinnerte zu Recht daran. Zum Artikel

Logo_SPON Severin Weiland, 06.05.2015
Gauck erinnert an Leid sowjetischer Kriegsgefangener
Der Bundespräsident setzt ein Zeichen: In seiner Rede zum Kriegsende gedenkt Joachim Gauck der mehr als fünf Millionen sowjetischen Soldaten in deutscher Gefangenschaft. Ihr Schicksal liege bis heute im „Erinnerungsschatten“. Zum Artikel

Logo der Deutschen Welle Andrea Grunau, 06.05.2015
„NS-Verbrechen an sowjetischen Kriegsgefangenen“
Aushungern, Quälen, Erschießen – zwei bis drei Millionen Tote: Die deutschen Verbrechen an sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg wurden lange ausgeblendet, sagt Historiker Rolf Keller im DW-Interview. Zum Artikel

Logo_mdr 06.05. 2015
Steinmeier mauert bei Entschädigungsfrage
Die Entschädigung ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener für ihr Leid während der Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg lässt weiter auf sich warten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier von der SPD, der vor zwei Jahren als Oppositionsführer im Bundestag eine solche Entschädigung noch unterstützt hatte, wollte sich auf Anfrage des ARD-Magazins FAKT dazu nicht äußern. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen Zeitung  05.05.2015
„Ich bitte um Vergebung“
Die Bundesregierung entschuldigt sich bei Weißrussland für die Morde von Wehrmacht und SS. Ihnen fielen im Land 2,5 Millionen Menschen zum Opfer. Zum Artikel

Logo der Berliner ZeitungGötz Aly, 05.05.2015
Wer nicht feiert, hat verloren (III)
Wer des 70. Jahrestages des Kriegsendes gedenken will, kommt an dem segensreichen Wirken des russischen Stadtkommandanten von Berlin, Nikolai Bersarin, nicht vorbei. Zum Artikel

Liebe Leserinnen und Leser, kommen Sie am 9. Mai um 14.00 Uhr zum sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten. Ohne staatliches Zeremoniell, sehr persönlich, werden wir dort der Opfer des deutschen Vernichtungskrieges gedenken, deren heutige Nachfahren grüßen, Freiheit und Frieden feiern. (Blumen nicht vergessen!)

Logo der taz Klaus-Helge Donath, 04.05.2015
Doppelt verfolgt
70 Jahre nach Kriegsende: Die Opposition im Bundestag fordert, die sowjetischen Kriegsgefangen endlich zu entschädigen. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungInterview mit Joachim Gauck, 02.05.2015
„Europa könnte und sollte mehr tun“
Joachim Gauck über die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer, Wiedergutmachung für deutsche Verbrechen in Griechenland, seine Verneigung vor den sowjetischen Opfern des Krieges – und die Frage, was dieser Präsidentschaft noch fehlt

Von den insgesamt rund fünfeinhalb Millionen sowjetischen Soldaten in der Gewalt der deutschen Wehrmacht hat weniger als die Hälfte überlebt. Millionen Russen, Ukrainer, Georgier und Angehörige anderer Völker wurden durch Zwangsarbeit und Nahrungsentzug systematisch umgebracht. Ich finde, wir haben bei der Aufarbeitung der NS-Zeit wirklich vieles geleistet. Aber immer wieder gab es auch Gruppen von Opfern, die dabei gar nicht oder zu spät oder zu wenig berücksichtigt worden sind – die sowjetischen Kriegsgefangenen gehören dazu. Diese Männer befinden sich, was das kollektive Gedächtnis angeht, in einer Art Erinnerungsschatten.  Das wird ihnen nicht gerecht.

logo_sächsische 24.04.2015
Das war fürchterlich
Als Kinder überlebten sie die Lager der Deutschen. Gestern gedachten die russischen Frauen in Zeithain ihrer Angehörigen. Das Erinnern tut noch weh.

Logo der Berliner ZeitungGötz Aly, 20.04.2015
Wer nicht feiert, hat verloren (I)
Blumen nicht vergessen! Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes sollte sich ganz Berlin der besonderen Bedeutung der Roten Armee bei der Befreiung Berlins erinnern. Zum Artikel

Alle Berliner sind aufgefordert, am 9. Mai [am Sowjetischen Ehrenmal] Blumen niederzulegen, einfach als Ausdruck persönlichen Mitgefühls, als Gruß an alle heute auf dem Gebiet der einstigen Sowjetunion und in anderen Ländern lebenden Familien, deren Angehörige in diesem deutschen Aggressionskrieg gefallen oder verhungert sind, als Erinnerung an Millionen Zivilisten, die Haus und Hof verloren, zur Zwangsarbeiter verschleppt, erniedrigt, in die Flucht gejagt, erschossen oder vergast wurden: Allein 27 Millionen sowjetische Tote und viele Millionen mehr, deren Lebensglück Deutsche zertrümmerten.

Logo der Berliner ZeitungHolger Schmale, 15.04.2015
Gauck gedenkt sowjetischer Kriegsopfer
Bundespräsident Joachim Gauck wird am 6. Mai zu einem symbolträchtigen Besuch im einstigen Lager Stukenbrock erwartet. Zum Artikel

Logo der Zeitung Die Welt 14.04.2015
Auskunft zu sowjetischen Kriegsgefangenen in Deutschland
Die «Stiftung Sächsische Gedenkstätten» wird vom 1. Mai an wieder Anfragen zu sowjetischen Soldaten beantworten, die im Zweiten Weltkrieg in Deutschland gefangen genommen wurden. Zum Artikel

Logo-DR-Kultur Jochen Stöckmann, 31.03.2015
Was geschah in Sandbostel?
Zehntausende haben Stalag X B nicht überlebt. Allein mehr als 40.000 sowjetische Kriegsgefangene kamen in Sandbostel bei Bremen um. Doch der einzige Gedenkstein wurde 1956 gesprengt, das Lager vergessen. Die Fotografin Sarah Mayr hat nach Überlebenden gesucht und sie porträtiert. Zum Artikel

Logo-WAZMonika Willer, 30.03.2015
Massenerschießungen und Todesmärsche in der Endphase des Krieges
„Schießbefehle“, wie sie im März 1945 mehrfach durch den südwestfälischen Gauleiter Albert Hoffmann in Umlauf gebracht wurden, erklärten bestimmte Personengruppen regelrecht für vogelfrei. Das galt vor allem für ausländische Arbeitskräfte, besonders die sogenannten Ostarbeiter und sowjetische Kriegsgefangene. Zum Artikel

Logo-WAZDietmar Lange, 20.03.2015
208 russische Zwangsarbeiter in den Tod gelockt
Immer noch in Erinnerung vieler Warsteiner Bürgerinnen und Bürger sind die schrecklichen Ereignisse im März 1945, die in Warstein und Umgebung 208 russischen Zwangsarbeitern mit ihren Familien das Leben kosteten. Zum Artikel

Logo der Zeitung "Der Tagesspiegel" Martin Niewendick, 11.03.2015
Stigmatisiert und entmenschlicht
Polen-Erlasse von 1940: Ab März 1940 kennzeichnete das NS-Regime erstmals Menschen mit diskriminierenden Abzeichen. Betroffen waren polnische Zwangsarbeiter, sie mussten ein „P“ auf der Kleidung tragen. Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Götz Aly, 09.03.2015
Ukrainer, Russen und Deutsche sollen am 8./9. Mai zusammenkommen
Viele Leser wollen sich dem Vorschlag unseres Kolumnisten anschließen, zum 70. Jahrestag des Kriegsendes am 9. Mai in Berlin die Soldaten und Gefallenen aus allen Teilen der damaligen Sowjetunion zu würdigen, die den Sieg über Hitlerdeutschland erkämpft haben. Eine Veranstaltung nimmt Konturen an. Zum Artikel

Logo Frankfurter RundschauKatja Tichomirowa, 05.03.2015
Gräber vor dem Vergessen retten
Seit 15 Jahren erteilt die Stiftung Sächsische Gedenkstätten Auskunft über das Schicksal vermisster sowjetischer Kriegsgefangener. Jetzt fehlt ihr das Geld. Dem Auswärtigen Amt, der russischen Botschaft und vor allem der Stiftung sei das „seit mehreren Jahren bekannt“. Zum Artikel

Logo-ZEITChristian Staas / Volker Ullrich, 05.03.2015
Deutschstunde
Die Wehrmachtsausstellung und ihre historische Bedeutung – eine Streitgespräch mit Helmut Schmidt, Ausstellungsmacher Hannes Heer und dem Historiker Habbo Knoch.

Habbo Knoch: „Die Ausstellung hat das öffentliche Bild der Naziverbrechen erweitert, vor allem um den „Holocaust by bullets“. Und sie hat neue Forschungen angeregt. Abgeschlossen ist das Thema deshalb nicht. Noch immer gibt es Blindstellen in der Wissenschaft, aber auch in der Politik. So hat die Bundesregierung erst kürzlich wieder bekräftigt, dass es keine Entschädigungszahlungen für sowjetische Kriegsgefangene geben wird, deren Misshandlung und massenhafte Ermordung durch die Wehrmacht zu den schwersten Verbrechen des Zweiten Weltkriegs zählt.“

Logo der Berliner Zeitung Götz Aly, 02.03.2015
Was tun? Kriegsende, Russen und Deutsche
Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes sollten wir Deutsche vor allem auch die Leistungen der sowjetischen Soldaten bei der Befreiung vom Nationalsozialismus ehren. Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht in Berlin? Zum Artikel

Logo-Spiegel  28.02.2015
Russen düpiert

Angehörige verstorbener sowjetischer Kriegsgefangener bekommen keine Auskünfte mehr über deren Schicksal im „Dritten Reich“. Die Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Dresden lässt seit Wochen Anfragen unbeantwortet. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte die Mittel für das Projekt gestrichen.

Logo der Zeitung Junge Welt Frank Brendle, 09.02.2015
Gerechtigkeit für Rotarmisten?
Erst 70 Jahre nach Kriegsende plädiert eine Mehrheit im Bundestag dafür, ehemalige Rotarmisten, die die deutsche Kriegsgefangenschaft überlebt haben, zu entschädigen. Aber weil die Union mauert, will sich die SPD nicht festlegen. Zum Artikel

Logo_WestfalenBlatt 07.02.2015
»Ein Menschenzoo in der Senne« Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer des Nationalsozialismus
Im Rahmen der öffentlichen Hörfunk-Sendung »Forum WDR 3« findet im Kreishaus Gütersloh eine Podiumsdiskussion statt zur Bedeutung der immer noch wenig beachteten Opfergruppe der sowjetischen Kriegsgefangenen. In Stukenbrock-Senne bestand eines der größten Mannschaftsstammlager zwischen 1941 und 1945: das Stalag 326 (VI K) Senne.

Logo der Zeitung Neues Deutschland René Heilig, 05.02.2015
Entschädigung für »vergessene« NS-Opfer
Die Linksfraktion im Bundestag dringt auf eine »finanzielle Anerkennung von NS-Unrecht für sowjetische Kriegsgefangene«. Am heutigen Donnerstag wird das Thema im Plenum aufgerufen. Zum Artikel

Logo_SPONJohanna Lutteroth, 02.02.2015
„Sind beim Antreffen sofort umzulegen“
Im Februar 1945 überwältigten KZ-Häftlinge in Mauthausen ihre Bewacher und flohen in die Freiheit. SS-Männer und ganz normale Bürger jagten und ermordeten die Flüchtlinge gnadenlos. Die 419 entflohenen Häftlinge waren keine Schwerverbrecher, sondern sowjetische Kriegsgefangene, die oft schon jahrelang als Zwangsarbeiter in Deutschland geknechtet worden waren. Zum Artikel

Logo-KStA 27.01.2015
Volker Beck fordert „starkes Signal der Völkerfreundschaft“
Anlässlich des Gedenktages an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hat sich Volker Beck mit einer Forderung zu Wort gemeldet. Der Grünen-Politiker fordert, eine Anerkennung ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener als NS-Verfolgte. Zum Artikel

Logo-HNA Bernd Lindenthal, 03.01.2015
Unmenschliche Bedingungen für Kriegsgefangene im Stalag Ziegenhain
Otti Schwalm und ihr Bruder Hans-Karl Haner aus Ziegenhain haben im Zweiten Weltkrieg den Durchmarsch russischer Gefangener durch den Ort beobachtet. Es sind erschütternde Erinnerungen. Zum Artikel

Logo-DLF Karla Hielscher, 30.10.2014
Erschreckende Details der Blockade
Lidia Ginsburgs Aufzeichnungen über das Leben in Leningrad während dieser Jahre des Grauens, die 1997 in der edition suhrkamp schon einmal vorgelegt wurden, sind geprägt von ihrer Grundhaltung als Wissenschaftlerin. Zum Artikel

Logo-Weser-KurierIna Schulze, 26.10.2014
Aus Respekt vor den Opfern
Die Ausstellung des Berliner Vereins Kontakte-Kontakty „Russenlager und Zwangsarbeit“ läuft noch bis 30. Oktober im Haus der Wissenschaft. Die Kulturhistorikerinnen Petra Redert und Kerstin True-Biletski haben den Bremer Bezug erarbeitet. Zum Artikel

Logo des Münchner Merkur19.10.2014
Gedenktag: Vor 75 Jahren ging das Kriegsgefangenenlager in Moosburg in Betrieb
Die Zeiten in denen man in Moosburg die Existenz des Kriegsgefangenenlagers „Stalag VII A“ am liebsten verdrängt hätte, sind Geschichte. Zum 75. Jahrestag der Eröffnung setzten Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft in der Gedenkstätte Oberreit jetzt beeindruckende Zeichen. Zum Artikel

Logo der Zeitung Neues Deutschland Tom Strohschneider, 21.09.2014
Die NS-Kriegsgefangenen, Herr Strobl und die Krim
Wie ein Unionspolitiker den Ukrainekonflikt zum Argument gegen die längst überfällige Entschädigung von NS-Opfern macht – und eine wichtige Initiative der Grünen zur Putin-Hilfe umdeutet. Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Nikolaus Bernau, 13.09.2014
Lesung erinnert an ermordete Kriegsgefangene

Die Propaganda funktioniert auch deswegen, weil diese von den Nazis als „slawische Untermenschen“ bezeichnete „Opfergruppe“ die am meisten vergessene des deutschen Arier- und Weltmachtwahns ist. Seit Jahren wird deswegen, auch in dieser Zeitung, die Errichtung eines Mahnmals im Herzen Berlins gefordert, das auch an die etwa 3,3 Millionen ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen erinnert. Um dieses Projekt voranzutreiben, lädt die Initiative „Gedenkort für die Opfer der NS-Lebensraumpolitik“ am Sonntag um 13 Uhr zu einer Lesung vor dem Sowjetischen Ehrenmal für die Soldaten der Roten Armee an der Straße des 17. Juni ein.

Logo-DR-Kultur

Jürgen König, 13.08.2014
„Bin ich ein Mörder geworden?“
Über die quälenden Erinnerungen eines ehemaligen Wehrmachtsoldaten. Der 13. August ist ein traumatischer Tag für Polen: Heute vor 70 Jahren begannen die Nationalsozialisten, den Warschauer Aufstand niederzuschlagen. Ein ehemaliger Wehrmachtsoldat erinnert sich der Verbrechen, die wohl auch er beging. Zum Artikel

Logo-NZZAndreas Breitenstein, 12.08.2014
Anthropologie des Ausnahmezustandes
Lidia Ginsburg (1902–1990): Ihre «Aufzeichnungen eines Blockademenschen» über die deutsche Belagerung Leningrads im Zweiten Weltkrieg verbinden den phänomenologischen Tiefenblick der ausgebildeten Psychologin mit der innovativen Ambition der renommierten Literaturwissenschafterin. Zum Artikel

Logo der taz Petra Schellen, 01.08.2014
Ein kollektives Trauma
In Polen heißt Heinz Reinefarth, bis 1963 Bürgermeister auf Sylt, „Henker von Warschau“. Deshalb wird sich die Gemeinde Westerland eine Mahntafel für die Massaker beim Aufstand 1944 entschuldigen.  Zum Artikel

Logo der Deutschen WelleRosalia Romaniec, 01.08.2014
Die Wunden von Warschau
Der Aufstand mutiger Warschauer im Sommer 1944 wurde von den Nazis blutig niedergeschlagen. Zum 70. Jahrestag diskutierte Polen kontrovers: War dies ein Akt polnischer Selbstbehauptung oder sinnloser Heroismus?  Zum Artikel

Logo Frankfurter RundschauHolger Schmale, 29.07.2104
Polens Botschaft an die Nachbarn
Bundespräsident Joachim Gauck würdigt den Kampf der Warschauer gegen das NS-Regime. Ausstellung in Berlin. Zum Artikel

logo_sächsischeKatja Tichomirowa, 04.07.2014
Erinnerungslücken
Sowjetische Kriegsgefangene waren eine der größten Opfergruppen. Der Grünen-Politiker Volker Beck hakte bei der Bundesregierung zur Frage einer finanziellen Entschädigung nach.

Eine Entschädigung für sowjetische Kriegsgefangene aber ist nicht vorgesehen. Sie sei bei der Einrichtung der Stiftung EVZ ausdrücklich ausgeschlossen worden. Schließlich habe es auch „keine Entschädigung deutscher Kriegsgefangener durch die Sowjetunion oder deren Nachfolgestaaten“ gegeben. Die Grünen wollen nun nach der Sommerpause „die deutsche Verantwortung für diese Verbrechen erneut einfordern“, so Volker Beck.

Logo der Süddeutschen Zeitung Peter Jahn, 26.05.2014
Überheblichkeit und Angst
Die verhängnisvollen Traditionen der deutschen Russophobie. Eine Erinnerung aus aktuellem Anlass

 Dass die rassistische Vorstellungen des Nationalsozialismus vom „slawischen Untermenschen“ wie auch die darauf basierende Eroberungs- und Herrschaftspraxis in Polen und der Sowjetunion in ihrer Radikalität historisch beispiellos waren, ist unbestritten. Die Millionen ermordeter sowjetischer Kriegsgefangener und Zivilisten waren nicht das Resultat deutscher Fehlplanungen, sondern so beabsichtigt. Ihre Wurzeln hatten sie allerdings in den lange gehegten Vorstellungen von deutscher Überlegenheit und daraus abgeleitetem Herrschaftsrecht über minderwertige slawische Menschen. „Russland ist eine elende Wüste. …Und dazu dieses verkommene rohe Volk und der Dreck …“, wie es der Schreiber eines Feldpostbriefes 1941 auf den damaligen Konsenspunkt brachte.

Logo-TagesspiegelBernhard Schulz, 19.05.2014
In der Hungerhölle. Bücher zur Leningrader Blockade
Die Hölle sind die anderen: Zwei erstaunliche Bücher von Lena Muchina und Lidia Ginsburg berichten aus der Zeit der Leningrader Blockade. Zum Artikel

Logo der Berliner ZeitungMathias Schnitzler, 15.05.2014
Eine Erzählung von Mitleid und Grausamkeit. Buch „Aufzeichnungen eines Blockademenschen“
Erschütternd, brutal, wahr – und literarisch meisterlich zugleich sind Lidia Ginsburgs „Aufzeichnungen eines Blockademenschen“. Was die Zeitzeugin Lidia Ginsburg von der grausamen Blockade Leningrads berichtet, macht sprachlos. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungJulian Hans, 10.05. 2014
Deutsche müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein
Als „Faschisten“ bezeichnen Putin und die prorussischen Separatisten ihre ukrainischen Gegner. Dabei stammte ein Großteil der sowjetischen Opfer des Zweiten Weltkriegs aus der heutigen Ukraine. Dessen sollten sich auch die Deutschen bewusst sein. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungHelmut Zeller, 01.05.2014, Ein Schauplatz des Grauens
4000 sowjetische Kriegsgefangene wurden 1941/42 auf dem SS-Schießplatz Hebertshausen bei Dachau hingerichtet. Aber in der Stadt und Bayern wollte jahrzehntelang niemand an das Verbrechen erinnern. Am Freitag eröffnet nun ein neu gestalteter Gedenkort. Zum Artikel

Logo-DR-KulturJörg Plath, 29.04.2014
Mit Routinen gegen das Diktat der Grausamkeiten. Lidia Ginsburg: „Aufzeichnungen eines Blockademenschen“
Mit Ritualen und Routinen begegneten die Leningrader dem Hunger, als die Stadt 1941 und 1942 von der Wehrmacht belagert wurde. Doch oft, so beschreibt es Lidia Ginsburg in ihren Erinnerungen, kamen sie nicht an gegen das brutale Verlangen. Zum Artikel



Logo des Münchner Merkur 26.04.2014
Gedenkort an ehemaligem SS-Schießplatz neugestaltet
Auf dem ehemaligen SS-Schießplatz in Hebertshausen bei Dachau sind einst mehr 4000 sowjetische Häftlinge hingerichtet worden. Jetzt wird der neugestaltete Gedenkort eröffnet. Zum Artikel

logo_sächsischeNicole Czerwinka, 24.04.2014
Der weite Weg zum Grab des Vaters
Die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain erinnerte der 30 000 gestorbenen Kriegsgefangenen. Auch Angehörige waren vor Ort.

Still kniet Galina Denisova an der großen, schwarzen Stehle im ehemaligen Kriegsgefangenenlager in Zeithain nieder. Dann streut die zierliche Frau Sand auf die Erde. […] Als sie erfuhr, dass ihr Vater hier im Kriegsgefangenenlager verstorben ist, sagte sie als eine der Ersten ihr Kommen zur diesjährigen Gedenkfeier zu.

Logo der Zeitung Neues DeutschlandHendrik Lasch, 23.04.2014
Nicht mehr namenlos im Ehrenhain
In der Gedenkstätte Zeithain wird jetzt mit Namenstafeln an 12 750 sowjetische Kriegsgefangene erinnert, die dort im Lager starben. Das Projekt, das diese persönliche Ehrung ermöglichte, läuft bald aus. Zum Artikel

Logo der Deutschen WelleMikhail Bushuev/Daria Bryantseva, 16.04.2014
Streit um Ehrenmal-Panzer in Berlin

Eine von „Bild“ und „B.Z.“ gestartete Bundestags-Petition fordert eine bauliche Veränderung des Sowjetischen Ehrenmals in Berlin. In der Debatte um Kriegs-Symbole nehmen Regierung, Land und Historiker Stellung. Zum Artikel

Logo des Hamburger AbendblattsThomas Arzner, 09.04.2014
Hamburg soll ein neues Weltkriegs-Mahnmal erhalten

Das Goethe-Institut will Kunststudenten aus Hamburg und St. Petersburg zusammenbringen, um ein Denkmal für die mehr als eine Millionen Menschen zu errichten, die durch die Blockade von Leningrad ums Leben kamen. Zum Artikel

Logo der tazPetra Schellen, 05.04.2014
Mit den Augen der Besatzer
Die Ausstellung „Im Objektiv des Feindes“ in Hannover zeigt Fotos, die die Propaganda-Kompanien der Wehrmacht zwischen 1939 und 1945 von den gedemütigten Bewohnern des besetzten Warschau machten. Zum Artikel

Logo der Zeitung Die Presse aus WienHellin Sapinski, 18.03.2014
Vor 70 Jahren: Wehrmacht lässt 9000 „nutzlose Esser“ sterben
NS-Soldaten trieben im März 1944 über 46.000 Menschen in ein Sumpfgebiet, eingezäunt mit Stacheldraht – und begingen eines der schwersten Verbrechen gegen Zivilisten überhaupt. Zum Artikel

Logo der Zeitung Die WeltSven Felix Kellerhoff, 11.03.2014
Wehrmacht ließ in Lager „nutzlose Esser“ verenden
Deutsche Soldaten trieben vor 70 Jahren weißrussische Zivilisten in ein Stacheldrahtgefängnis im Sumpf von Osaritschi und überließen sie sich selbst. Nach sieben Tagen waren Tausende tot. Zum Artikel

Logo der tazKlaus Hillenbrand, 28.01.2014
Niemals vergessen
Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist kein sehr altes Ritual. Erinnern heißt auch, alle Verbrechen der Nazis genau zu betrachten. Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Katja Tichomirowa, 28.01.2014
Blinder Fleck Leningrad
Gedenkstunde: Endlich wird im Bundestag über den von deutschen Soldaten verübten Massenmord geredet. Zum Artikel

Logo-TagesspiegelMalte Lehming, 28.01.2014
Erweitertes Gedenken
Zur deutschen Schuld gehören auch die Verbrechen, die in der Zeit des Nationalsozialismus an Russen begangen wurden. Daran zu erinnern, ist richtig und wichtig. Die Frage ist nur, wann? Am 27. Januar? Zum Artikel

Logo der Zeitung "Der Tagesspiegel"Leserbriefe zum Kommentar Malte Lehmings, 03.02.2014
Meinung: „Ausdrücklich und unterschiedslos allen Opfern gewidmet“
Im Kommentar wird kritisiert, dass der Bundestag seine Gedenkveranstaltung am 27. Januar den Opfern der Leningrader Blockade gewidmet hat, und apodiktisch behauptet: „Der 27. Januar ist der Holocaust-Gedenktag“. Das trifft nicht zu. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungTim Neshitov, 27.01.2014
Erinnerung an die Belagerung Leningrads. Gaucks wortreiche Pflichterfüllung
Tanja Sawitschewa wurde 1930 geboren, 1944 starb sie an den Folgen der Unterernährung. Ihr Tagebuch gilt in Russland als Beweis dafür, dass man nicht viele Worte braucht, um Unaussprechliches festzuhalten. Der Gedenkbrief von Bundespräsident Gauck an Wladimir Putin wirkt dagegen seltsam. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen Zeitung 27.01.2014
Als die Menschen Leim und Ratten aßen. Blockade von Leningrad im Zweiten Weltkrieg
Etwa 900 Tage ließ Adolf Hitler das heutige Sankt Petersburg belagern und aushungern. Bis die Rote Armee die Deutschen heute vor 70 Jahren vertrieb, waren mehr als eine Million Menschen durch Kälte, Krieg und Mangelernährung ums Leben gekommen. Zum Artikel

Artikel zum Antrag im Bundestag Juni 2013

Logo der Süddeutschen ZeitungMelanie Staudinger, 06.06.2013
Verweigerte Hilfe. Bundestag streitet über Entschädigung für Kriegsgefangene
Die genaue Zahl ist unbekannt. Sicher aber ist, dass die sowjetischen Kriegsgefangenen eine der größten Opfergruppen der Nazi-Verbrechen im Zweiten Weltkrieg sind.

Logo der Zeitung Junge WeltFrank Brendle, 03.07.2013 Nichts dazugelernt. Bundestag verweigert ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen Entschädigung
Der Bundestag hat in der letzten Sitzung der Wahlperiode am vergangenen Freitag einen Antrag von SPD und Grünen, ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen symbolische Entschädigungszahlungen zu gewähren, abgelehnt.

Artikel zur Forderung nach einem Denkmal

Logo der Berliner ZeitungNikolaus Bernau, 22.06.2011
Ein Denkmal für Kriegsgefangene

Warum ist es so schwer, neben den vielen anderen Denkmälern in Berlin, die an das Leiden in der Nazizeit erinnern, endlich auch eines für die 3,3 Millionen in deutschen Lagern gestorbenen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion zu errichten? Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungJens Bisky, 30./31.03.2013
Erbarmungslos. Historiker fordern ein Denkmal für die osteuropäischen NS-Opfer

… Eine Debatte über diesen Aufruf ist an der Zeit. Zu reden wäre nicht allein über das geschichtspolitische Erbe des Kalten Krieges, sondern auch darüber, ob polnische, ukrainische, russische, weißrussische Opfer ein gemeinsames Denkmal wollen. Immerhin war etwa die „Enthauptung“ der polnischen Gesellschaft ein Werk deutsch-sowjetischer Zusammenarbeit. Erhellender als die selbstbezogene, national-sentimentale Geschichtsklitterung in „Unsere Mütter, unsere Väter“ wäre eine solche Diskussion allemal.

Logo-ZEITPeter Jahn, 22.05.2011
Das fremde Monument. Was wird aus dem sowjetischen Ehrenmal im Berliner Tiergarten? Zum 70. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion ein Vorschlag
Zum Artikel

„… Es fehlt Wesentliches. Bestattet sind hier im Kampf gefallene Soldaten; ihre Grabstätte soll auch die anderen zehn Millionen gefallenen sowjetischen Soldaten in Erinnerung rufen. Aber nichts an diesem Monument von Soldaten für Soldaten weist darauf hin, dass darüber hinaus eine noch größere Millionenzahl sowjetischer Bürger Opfer der deutschen Vernichtungspolitik wurde. Dazu zählen drei Millionen Kriegsgefangene…“

nt gegen die längst überfällige Entschädigung von NS-Opfern macht – und eine wichtige Initiative der Grünen zur Putin-Hilfe umdeutet. Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Nikolaus Bernau, 13.09.2014
Lesung erinnert an ermordete Kriegsgefangene

Die Propaganda funktioniert auch deswegen, weil diese von den Nazis als „slawische Untermenschen“ bezeichnete „Opfergruppe“ die am meisten vergessene des deutschen Arier- und Weltmachtwahns ist. Seit Jahren wird deswegen, auch in dieser Zeitung, die Errichtung eines Mahnmals im Herzen Berlins gefordert, das auch an die etwa 3,3 Millionen ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen erinnert. Um dieses Projekt voranzutreiben, lädt die Initiative „Gedenkort für die Opfer der NS-Lebensraumpolitik“ am Sonntag um 13 Uhr zu einer Lesung vor dem Sowjetischen Ehrenmal für die Soldaten der Roten Armee an der Straße des 17. Juni ein.

Logo-DR-Kultur

Jürgen König, 13.08.2014
„Bin ich ein Mörder geworden?“
Über die quälenden Erinnerungen eines ehemaligen Wehrmachtsoldaten. Der 13. August ist ein traumatischer Tag für Polen: Heute vor 70 Jahren begannen die Nationalsozialisten, den Warschauer Aufstand niederzuschlagen. Ein ehemaliger Wehrmachtsoldat erinnert sich der Verbrechen, die wohl auch er beging. Zum Artikel

Logo-NZZAndreas Breitenstein, 12.08.2014
Anthropologie des Ausnahmezustandes
Lidia Ginsburg (1902–1990): Ihre «Aufzeichnungen eines Blockademenschen» über die deutsche Belagerung Leningrads im Zweiten Weltkrieg verbinden den phänomenologischen Tiefenblick der ausgebildeten Psychologin mit der innovativen Ambition der renommierten Literaturwissenschafterin. Zum Artikel

Logo der taz Petra Schellen, 01.08.2014
Ein kollektives Trauma
In Polen heißt Heinz Reinefarth, bis 1963 Bürgermeister auf Sylt, „Henker von Warschau“. Deshalb wird sich die Gemeinde Westerland eine Mahntafel für die Massaker beim Aufstand 1944 entschuldigen.  Zum Artikel

Logo der Deutschen WelleRosalia Romaniec, 01.08.2014
Die Wunden von Warschau
Der Aufstand mutiger Warschauer im Sommer 1944 wurde von den Nazis blutig niedergeschlagen. Zum 70. Jahrestag diskutierte Polen kontrovers: War dies ein Akt polnischer Selbstbehauptung oder sinnloser Heroismus?  Zum Artikel

Logo Frankfurter RundschauHolger Schmale, 29.07.2104
Polens Botschaft an die Nachbarn
Bundespräsident Joachim Gauck würdigt den Kampf der Warschauer gegen das NS-Regime. Ausstellung in Berlin. Zum Artikel

logo_sächsischeKatja Tichomirowa, 04.07.2014
Erinnerungslücken
Sowjetische Kriegsgefangene waren eine der größten Opfergruppen. Der Grünen-Politiker Volker Beck hakte bei der Bundesregierung zur Frage einer finanziellen Entschädigung nach.

Eine Entschädigung für sowjetische Kriegsgefangene aber ist nicht vorgesehen. Sie sei bei der Einrichtung der Stiftung EVZ ausdrücklich ausgeschlossen worden. Schließlich habe es auch „keine Entschädigung deutscher Kriegsgefangener durch die Sowjetunion oder deren Nachfolgestaaten“ gegeben. Die Grünen wollen nun nach der Sommerpause „die deutsche Verantwortung für diese Verbrechen erneut einfordern“, so Volker Beck.

Logo der Süddeutschen Zeitung Peter Jahn, 26.05.2014
Überheblichkeit und Angst
Die verhängnisvollen Traditionen der deutschen Russophobie. Eine Erinnerung aus aktuellem Anlass

 Dass die rassistische Vorstellungen des Nationalsozialismus vom „slawischen Untermenschen“ wie auch die darauf basierende Eroberungs- und Herrschaftspraxis in Polen und der Sowjetunion in ihrer Radikalität historisch beispiellos waren, ist unbestritten. Die Millionen ermordeter sowjetischer Kriegsgefangener und Zivilisten waren nicht das Resultat deutscher Fehlplanungen, sondern so beabsichtigt. Ihre Wurzeln hatten sie allerdings in den lange gehegten Vorstellungen von deutscher Überlegenheit und daraus abgeleitetem Herrschaftsrecht über minderwertige slawische Menschen. „Russland ist eine elende Wüste. …Und dazu dieses verkommene rohe Volk und der Dreck …“, wie es der Schreiber eines Feldpostbriefes 1941 auf den damaligen Konsenspunkt brachte.

Logo-TagesspiegelBernhard Schulz, 19.05.2014
In der Hungerhölle. Bücher zur Leningrader Blockade
Die Hölle sind die anderen: Zwei erstaunliche Bücher von Lena Muchina und Lidia Ginsburg berichten aus der Zeit der Leningrader Blockade. Zum Artikel

Logo der Berliner ZeitungMathias Schnitzler, 15.05.2014
Eine Erzählung von Mitleid und Grausamkeit. Buch „Aufzeichnungen eines Blockademenschen“
Erschütternd, brutal, wahr – und literarisch meisterlich zugleich sind Lidia Ginsburgs „Aufzeichnungen eines Blockademenschen“. Was die Zeitzeugin Lidia Ginsburg von der grausamen Blockade Leningrads berichtet, macht sprachlos. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungJulian Hans, 10.05. 2014
Deutsche müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein
Als „Faschisten“ bezeichnen Putin und die prorussischen Separatisten ihre ukrainischen Gegner. Dabei stammte ein Großteil der sowjetischen Opfer des Zweiten Weltkriegs aus der heutigen Ukraine. Dessen sollten sich auch die Deutschen bewusst sein. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungHelmut Zeller, 01.05.2014, Ein Schauplatz des Grauens
4000 sowjetische Kriegsgefangene wurden 1941/42 auf dem SS-Schießplatz Hebertshausen bei Dachau hingerichtet. Aber in der Stadt und Bayern wollte jahrzehntelang niemand an das Verbrechen erinnern. Am Freitag eröffnet nun ein neu gestalteter Gedenkort. Zum Artikel

Logo-DR-KulturJörg Plath, 29.04.2014
Mit Routinen gegen das Diktat der Grausamkeiten. Lidia Ginsburg: „Aufzeichnungen eines Blockademenschen“
Mit Ritualen und Routinen begegneten die Leningrader dem Hunger, als die Stadt 1941 und 1942 von der Wehrmacht belagert wurde. Doch oft, so beschreibt es Lidia Ginsburg in ihren Erinnerungen, kamen sie nicht an gegen das brutale Verlangen. Zum Artikel



Logo des Münchner Merkur 26.04.2014
Gedenkort an ehemaligem SS-Schießplatz neugestaltet
Auf dem ehemaligen SS-Schießplatz in Hebertshausen bei Dachau sind einst mehr 4000 sowjetische Häftlinge hingerichtet worden. Jetzt wird der neugestaltete Gedenkort eröffnet. Zum Artikel

logo_sächsischeNicole Czerwinka, 24.04.2014
Der weite Weg zum Grab des Vaters
Die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain erinnerte der 30 000 gestorbenen Kriegsgefangenen. Auch Angehörige waren vor Ort.

Still kniet Galina Denisova an der großen, schwarzen Stehle im ehemaligen Kriegsgefangenenlager in Zeithain nieder. Dann streut die zierliche Frau Sand auf die Erde. […] Als sie erfuhr, dass ihr Vater hier im Kriegsgefangenenlager verstorben ist, sagte sie als eine der Ersten ihr Kommen zur diesjährigen Gedenkfeier zu.

Logo der Zeitung Neues DeutschlandHendrik Lasch, 23.04.2014
Nicht mehr namenlos im Ehrenhain
In der Gedenkstätte Zeithain wird jetzt mit Namenstafeln an 12 750 sowjetische Kriegsgefangene erinnert, die dort im Lager starben. Das Projekt, das diese persönliche Ehrung ermöglichte, läuft bald aus. Zum Artikel

Logo der Deutschen WelleMikhail Bushuev/Daria Bryantseva, 16.04.2014
Streit um Ehrenmal-Panzer in Berlin

Eine von „Bild“ und „B.Z.“ gestartete Bundestags-Petition fordert eine bauliche Veränderung des Sowjetischen Ehrenmals in Berlin. In der Debatte um Kriegs-Symbole nehmen Regierung, Land und Historiker Stellung. Zum Artikel

Logo des Hamburger AbendblattsThomas Arzner, 09.04.2014
Hamburg soll ein neues Weltkriegs-Mahnmal erhalten

Das Goethe-Institut will Kunststudenten aus Hamburg und St. Petersburg zusammenbringen, um ein Denkmal für die mehr als eine Millionen Menschen zu errichten, die durch die Blockade von Leningrad ums Leben kamen. Zum Artikel

Logo der tazPetra Schellen, 05.04.2014
Mit den Augen der Besatzer
Die Ausstellung „Im Objektiv des Feindes“ in Hannover zeigt Fotos, die die Propaganda-Kompanien der Wehrmacht zwischen 1939 und 1945 von den gedemütigten Bewohnern des besetzten Warschau machten. Zum Artikel

Logo der Zeitung Die Presse aus WienHellin Sapinski, 18.03.2014
Vor 70 Jahren: Wehrmacht lässt 9000 „nutzlose Esser“ sterben
NS-Soldaten trieben im März 1944 über 46.000 Menschen in ein Sumpfgebiet, eingezäunt mit Stacheldraht – und begingen eines der schwersten Verbrechen gegen Zivilisten überhaupt. Zum Artikel

Logo der Zeitung Die WeltSven Felix Kellerhoff, 11.03.2014
Wehrmacht ließ in Lager „nutzlose Esser“ verenden
Deutsche Soldaten trieben vor 70 Jahren weißrussische Zivilisten in ein Stacheldrahtgefängnis im Sumpf von Osaritschi und überließen sie sich selbst. Nach sieben Tagen waren Tausende tot. Zum Artikel

Logo der tazKlaus Hillenbrand, 28.01.2014
Niemals vergessen
Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist kein sehr altes Ritual. Erinnern heißt auch, alle Verbrechen der Nazis genau zu betrachten. Zum Artikel

Logo der Berliner Zeitung Katja Tichomirowa, 28.01.2014
Blinder Fleck Leningrad
Gedenkstunde: Endlich wird im Bundestag über den von deutschen Soldaten verübten Massenmord geredet. Zum Artikel

Logo-TagesspiegelMalte Lehming, 28.01.2014
Erweitertes Gedenken
Zur deutschen Schuld gehören auch die Verbrechen, die in der Zeit des Nationalsozialismus an Russen begangen wurden. Daran zu erinnern, ist richtig und wichtig. Die Frage ist nur, wann? Am 27. Januar? Zum Artikel

Logo der Zeitung "Der Tagesspiegel"Leserbriefe zum Kommentar Malte Lehmings, 03.02.2014
Meinung: „Ausdrücklich und unterschiedslos allen Opfern gewidmet“
Im Kommentar wird kritisiert, dass der Bundestag seine Gedenkveranstaltung am 27. Januar den Opfern der Leningrader Blockade gewidmet hat, und apodiktisch behauptet: „Der 27. Januar ist der Holocaust-Gedenktag“. Das trifft nicht zu. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungTim Neshitov, 27.01.2014
Erinnerung an die Belagerung Leningrads. Gaucks wortreiche Pflichterfüllung
Tanja Sawitschewa wurde 1930 geboren, 1944 starb sie an den Folgen der Unterernährung. Ihr Tagebuch gilt in Russland als Beweis dafür, dass man nicht viele Worte braucht, um Unaussprechliches festzuhalten. Der Gedenkbrief von Bundespräsident Gauck an Wladimir Putin wirkt dagegen seltsam. Zum Artikel

Logo der Süddeutschen Zeitung 27.01.2014
Als die Menschen Leim und Ratten aßen. Blockade von Leningrad im Zweiten Weltkrieg
Etwa 900 Tage ließ Adolf Hitler das heutige Sankt Petersburg belagern und aushungern. Bis die Rote Armee die Deutschen heute vor 70 Jahren vertrieb, waren mehr als eine Million Menschen durch Kälte, Krieg und Mangelernährung ums Leben gekommen. Zum Artikel

Artikel zum Antrag im Bundestag Juni 2013

Logo der Süddeutschen ZeitungMelanie Staudinger, 06.06.2013
Verweigerte Hilfe. Bundestag streitet über Entschädigung für Kriegsgefangene
Die genaue Zahl ist unbekannt. Sicher aber ist, dass die sowjetischen Kriegsgefangenen eine der größten Opfergruppen der Nazi-Verbrechen im Zweiten Weltkrieg sind.

Logo der Zeitung Junge WeltFrank Brendle, 03.07.2013 Nichts dazugelernt. Bundestag verweigert ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen Entschädigung
Der Bundestag hat in der letzten Sitzung der Wahlperiode am vergangenen Freitag einen Antrag von SPD und Grünen, ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen symbolische Entschädigungszahlungen zu gewähren, abgelehnt.

Artikel zur Forderung nach einem Denkmal

Logo der Berliner ZeitungNikolaus Bernau, 22.06.2011
Ein Denkmal für Kriegsgefangene

Warum ist es so schwer, neben den vielen anderen Denkmälern in Berlin, die an das Leiden in der Nazizeit erinnern, endlich auch eines für die 3,3 Millionen in deutschen Lagern gestorbenen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion zu errichten? Zum Artikel

Logo der Süddeutschen ZeitungJens Bisky, 30./31.03.2013
Erbarmungslos. Historiker fordern ein Denkmal für die osteuropäischen NS-Opfer

… Eine Debatte über diesen Aufruf ist an der Zeit. Zu reden wäre nicht allein über das geschichtspolitische Erbe des Kalten Krieges, sondern auch darüber, ob polnische, ukrainische, russische, weißrussische Opfer ein gemeinsames Denkmal wollen. Immerhin war etwa die „Enthauptung“ der polnischen Gesellschaft ein Werk deutsch-sowjetischer Zusammenarbeit. Erhellender als die selbstbezogene, national-sentimentale Geschichtsklitterung in „Unsere Mütter, unsere Väter“ wäre eine solche Diskussion allemal.

Logo-ZEITPeter Jahn, 22.05.2011
Das fremde Monument. Was wird aus dem sowjetischen Ehrenmal im Berliner Tiergarten? Zum 70. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion ein Vorschlag
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„… Es fehlt Wesentliches. Bestattet sind hier im Kampf gefallene Soldaten; ihre Grabstätte soll auch die anderen zehn Millionen gefallenen sowjetischen Soldaten in Erinnerung rufen. Aber nichts an diesem Monument von Soldaten für Soldaten weist darauf hin, dass darüber hinaus eine noch größere Millionenzahl sowjetischer Bürger Opfer der deutschen Vernichtungspolitik wurde. Dazu zählen drei Millionen Kriegsgefangene…“