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Unterstützung in der Fachwissenschaft

Zahlreiche Fachwissenschaftler haben bereits 2013 einen Aufruf für einen Ort der Erinnerung an die Opfer der NS-Lebensraumpolitik in Osteuropa unterzeichnet, darunter Prof. Stefanie Schüler-Springorum, Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung in Berlin, die NS-Forscher Prof. Michael Wildt und Prof. Peter Steinbach sowie Prof. Stefanie Endlich, Expertin für Gedenkkultur im öffentlichen Raum. Auch Personen der Öffentlichkeit wie Stephan Kramer, Lea Rosh, Egon Bahr und Walter Momper unterzeichneten den Aufruf. Zum Aufruf >

Auch das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) unterstützt das Anliegen des Gedenkortes. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung im September 2015 betonte Prof. Johannes Hürter, Leiter der Abteilung Zeitgeschichte im IfZ,  wie wenig bekannt in Deutschland heute die „fast alltägliche Praxis“ des damaligen NS-Besatzungsterrors in Osteuropa und ihre Opfer seien. Der „schlichtweg mörderische Krieg“ gegen die Sowjetunion sei maßgeblich durch die NS-Rassen- und Lebensraumideologie geprägt gewesen. Zur Veranstaltung >

Bei der Anhörung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages im Mai 2015 zur Frage der Entschädigung sowjetischer Kriegsgefangener betonte u.a. die Sachverständige Prof. Dr. Beate Fieseler von der Universität Düsseldorf: Zur Anhörung >

Im Bereich der Memorialkultur ist sicher immer noch diese große Leerstelle vorhanden, dass an diverse Opfergruppen gedacht wird, aber die sowjetischen Kriegsgefangenen, die nach den Juden die zweitgrößte Opfergruppe sind, die haben dort keinen Platz. Ich würde mir schon wünschen, dass – auch, wenn der Deutsche Bundestag sich entschließen sollte, diese symbolische finanzielle Anerkennung zu leisten – dass es auch noch etwas gibt, was längere Nachhaltigkeit entfaltet. Denn eine solche Aktion wird nach einer gewissen Zeit aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwunden sein.

Unterstützung durch die deutschen NS-Gedenkstätten

Die Forderung nach einem Gedenkort für die Opfer der deutschen Vernichtungspolitik in Osteuropa wird seit Ende 2014 von zahlreichen deutschen NS-Gedenkstätten durch eine Resolution unterstützt, darunter von
– Prof. Dr. Günter Morsch, Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
– Prof. Dr. Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
– Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau
– Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
– Dr. Detlef Garbe, Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
– Prof. Dr. Winfried Nerdinger, Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München

Die Resolution wurde auch von weiteren Institutionen der Gedenkpolitik in Berlin unterzeichnet, darunter u.a. dem Deutschen Historischen Museum, dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, dem Jüdische Museum Berlin, dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin Brandenburg e.V., der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Zur Resolution >

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Unter anderem setzen sich die folgenden Institutionen und Gedenkorte für die Erinnerung an die Opfer der NS-Lebensraumpolitik ein.

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.
Aktives Museum
Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain