Das sowjetische Ehrenmal im Berliner Tiergarten

Gedenklesung: „Den vergessenen Opfern eine Stimme geben“

Die Initiative Gedenkort lädt am 14. September um 13 Uhr zu einer Gedenklesung „Den vergessenen Opfern des Vernichtungskrieges eine Stimme geben“ vor dem Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten (Straße des 17. Juni) ein.

Neben anderen lesen der Schauspieler Ulrich Matthes, die Schriftsteller Per Leo und Katja Petrowskaja sowie die Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein aus den Lebensberichten von Opfern des deutschen Vernichtungskrieges. Zudem berichtet eine Zeitzeugin der Blockade von Leningrad aus ihrer persönlichen Erfahrung. Damit erinnern sie an Millionen Menschen in Polen, der Ukraine, Belarus und Russland, die aufgrund der rassistischen NS-Ideologie eines „deutschen Lebensraums im Osten“ ermordet wurden. Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen an die Verbrechen der nationalsozialistischen Herrschaft haben diese Opfergruppen noch immer keinen angemessenen Platz.

Am Ende der Veranstaltung rollen wir ein symbolisches Band zu fünf Tafeln mit exemplarischen Opferbiografien aus. Die Tafeln werden am Tiergarten gegenüber des Ehrenmals aufgestellt. Sie sollen ein Zeichen setzen für einen künftigen Erinnerungsort an die über drei Millionen ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen und an die vergessenen zivilen Opfer in Mittel- und Osteuropa.

Die einstündige Veranstaltung wird unterstützt unter anderem von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Gedenkstätte Sachsenhausen, der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, den Vereinen KONTAKTE-KOHTAKTbI  und Gegen Vergessen – Für Demokratie sowie dem Aktiven Museum.